Abriss in Göppingen-Faurndau verläuft planmäßig Anstatt einer Brücke gibt es jetzt eine Lücke

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Beim Abriss der Bahnüberführung im Göppinger Stadtbezirk Faurndau ist alles glatt gelaufen. Während der Zugverkehr wieder rollt wie gewohnt, müssen sich die Autofahrer noch lange in Geduld üben.

Die Brücke ist weg, die Gleise sind wieder frei, die Auffahrtsrampen werden  abgetragen: Bei den Abbrucharbeiten in Faurndau hat es keine Probleme gegeben. Foto: Pflüger
Die Brücke ist weg, die Gleise sind wieder frei, die Auffahrtsrampen werden abgetragen: Bei den Abbrucharbeiten in Faurndau hat es keine Probleme gegeben. Foto: Pflüger

Göppingen - Mehr als 100 Jahre lang hat sie ihren Zweck erfüllt. Jetzt sind von der Faurndauer Bahnbrücke nur noch Trümmer und Schutt, Dreck und Staub übrig. Die schmale und obendrein marode Überführung im Zuge der Bundesstraße 297 ist, wie im Vorfeld angekündigt, im Laufe des Wochenendes von der Bildfläche verschwunden.

Von diesem Dienstag an kann der Zugverkehr auf der Filstalstrecke, die während der Abrissarbeiten bis zum Morgen komplett gesperrt war, wieder wie gewohnt rollen. Die Autofahrer auf der Bundesstraße müssen sich dagegen noch eine ganze Zeit lang gedulden, bis die Verbindung durch eine neue Brücke wieder hergestellt sein wird. Läuft alles glatt, soll es Ende 2020 so weit sein.

Abbruch schon am späten Samstagnachmittag erledigt

Ein Anwohner aus der benachbarten Lehlestraße zeigte sich am Montagfrüh erstaunt, „wie schnell das gegangen ist“. Am Samstagabend sei das meiste bereits erledigt gewesen, sagte er. „Die haben ganz schön rangeklotzt“, lobte der Mann die Mitglieder des Bautrupps, die zu dieser Zeit bereits damit beschäftigt waren, die Auffahrrampen abzutragen und die Reste der Brücke wegzufahren.

Felix Blümle, der Projektleiter vom Baureferat Süd des Regierungspräsidiums Stuttgart (RP), ist mit dem Verlauf der Maßnahme ebenfalls hochzufrieden: „Der Brückenabbruch war am späten Samstagnachmittag schon erledigt und damit schneller, als wir das im internen Terminplan vorgesehen hatten.“ Möglich gewesen sei das aufgrund der guten Vorbereitung und weil sich nichts Unvorhergesehenes ereignet habe, sagte Blümle.

Die Überführung wandert ein Stück nach Osten

Seitens der Bahn sah man das genauso. Ein Sprecher erklärte am Montagvormittag, dass die notwendigen Arbeiten am Gleisbett bereits so gut wie abgeschlossen seien und dass am Nachmittag wie vorgesehen, die Oberleitung wieder montiert werden könne. „Es hat alles gepasst, der Zustand ist wie vorher, nur eben ohne die Brücke“, ergänzte er erleichtert.

Im nächsten Schritt werden nun die Vorbereitungen getroffen, um die Lücke auf der B 297 wieder zu schließen. Dazu wird die Brücke ein Stück weiter östlich nach den heute geltenden Normen komplett neu errichtet. Sie wird nicht nur verbreitert, sondern auch mit weniger spitzen Kurven versehen sein.

Anwohner sollen demnächst genauer informiert werden

Zudem nutzt die Stadt Göppingen die Gelegenheit, um eine neue Trasse für die Kreisstraße nach Rechberghausen anzulegen und diese an den Knotenpunkt anzubinden. Um dieses Vorhaben zu verwirklichen, werden im nächsten Jahr auch die Lehlestraße und die Salamanderstraße gesperrt. Die Anwohner sollen darüber und über die Fortschritte auf der Baustelle demnächst genauer informiert werden.

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund zwei Drittel. Die Bahn steuert drei und die Stadt Göppingen zwei Millionen Euro bei.