AfD-Spendenskandal Alice Weidel verneint Kenntnis und kritisiert Medien

Von red/dpa/sid 

Alice Weidel verneint, den Geldgeber einer dubiosen Wahlkampfspende zu kennen. Im Zuge dessen kritisiert die Bundestagsfraktionschefin bei einer AfD-Veranstaltung die entsprechende Berichterstattung.

Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel von der AfD Foto: dpa
Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel von der AfD Foto: dpa

Ravensburg - Bei einer Veranstaltung der AfD hat Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel verneint, den Geldgeber einer dubiosen Wahlkampfspende zu kennen und die Berichterstattung darüber kritisiert. Auf die Frage einer Zuhörerin nach dem Spender und dessen Intention ging Weidel nicht weiter ein und verwies auf den Umgang anderer Parteien mit Spenden: Der Unterschied sei, „dass wir die Spenden freiwillig zurückzahlen und zwar vor dem ganzen Medienskandal.“ Zum Ende eines Bürgerdialogs der AfD in Ravensburg hatten die mehreren hundert Gäste am Mittwochabend Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Es war laut einem Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Weidels erster großer Auftritt in Baden-Württemberg seit Bekanntwerden der dubiosen Spenden. Die AfD hatte bestätigt, dass im vergangenen Jahr rund 130 000 Euro von einer Schweizer Pharmafirma an Weidels AfD-Kreisverband Bodensee überwiesen wurden. Als Verwendungszweck sei angegeben gewesen: „Wahlkampfspende Alice Weidel“. Das Geld wurde den Angaben zufolge in diesem Frühjahr zurückgezahlt.

Die Staatsanwaltschaft Konstanz ermittelt wegen Verstoßes gegen das Parteiengesetz. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Behörde ein Rechtshilfeersuchen an die Schweiz vorbereitet. Das Ermittlungsverfahren richtet sich nach einer früheren Mitteilung der Behörde gegen insgesamt vier Personen - gegen Weidel und gegen drei Mitglieder ihres AfD-Kreisverbandes Bodenseekreis. Die AfD hatte bestätigt, dass im vergangenen Jahr rund 130 000 Euro von einer Schweizer Pharmafirma an Weidels AfD-Kreisverband Bodensee überwiesen wurden.