Allianz MTV Stuttgart Pokal-Traum endet im Halbfinale

Von Dominik Florian 

Die Stuttgarter Volleyballerinnen zeigen Nerven und verlieren im DVV-Pokal mit 1:3 gegen den SC Potsdam. Damit gibt es auch keine dritte Finalteilnahme nacheinander.

Eine Reihe von Enttäuschten: Die Stuttgarter Volleyballerinnen nach dem 1:3 gegen Potsdam. Foto: Baumann
Eine Reihe von Enttäuschten: Die Stuttgarter Volleyballerinnen nach dem 1:3 gegen Potsdam. Foto: Baumann

Stuttgart - Der Traum vom dritten Finale in Serie ist ausgeträumt. Die Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart verloren ihr Halbfinalduell im DVV-Pokal am Donnerstagabend gegen den SC Potsdam mit 1:3 (20:25, 19:25, 23:25, 13:25). „Wir haben unter Druck unser Konzept vollkommen verloren, das ist natürlich sehr enttäuschend“, sagte MTV-Trainer Giannis Athanasopoulos.

Vor der Partie standen die Vorzeichen auf einen Sieg der Stuttgarterinnen nicht schlecht. Der MTV hatte die Potsdamerinnen in der Bundesliga vor elf Tagen noch klar mit 3:0 besiegt. Zudem hatten die Gastgeberinnen weniger Reisestrapazen und zuletzt drei Heimspiele in Folge. „Das ist natürlich ein Vorteil für uns“, sagte MTV-Geschäftsführer Aurel Irion vor der Partie.

Völlig von der Rolle

Auf dem Spielfeld in der Scharrena war von den vermeintlichen Vorteilen aber nicht viel zu sehen. Von Beginn an waren die Potsdamerinnen hellwach. Der MTV, der verletzungsbedingt auf Zuspielerin Athina Papafotiou verzichten musste, war dagegen vollkommen von der Rolle. Ob im Aufschlag, der Annahme oder im Zuspiel: Die Stuttgarterinnen waren gedanklich immer einen Schritt zu langsam. „Wir sind eigentlich zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel gekommen. Und die Potsdamerinnen haben es heute einfach besser gemacht“, sagte Giannis Athanasopoulos. Denn die Gäste aus Brandenburg lieferten ein nahezu perfektes Spiel ab. Dabei herausragend: Zuspielerin Ana Tiemi Takagui und Außenangreiferin Lindsey Ruddins. Das Duo harmonierte über die gesamte Spielzeit und brachte Athanasopoulos auf der MTV-Bank zum Verzweifeln. Guillermo Hernandez, der bei den Stuttgarterinnen bis 2017 auf der Trainerbank saß, hatte dagegen ein breites Lachen im Gesicht. „Meine Mannschaft war einfach auf den Punkt da. Und Lindsey hat natürlich einen Sahnetag erwischt“, sagte der SCP-Trainer über die US-Amerikanerin, die insgesamt 29 Punkte sammelte.

Lesen Sie hier: So lief das Viertelfinale

Im dritten Satz hellte sich die Miene von Athanasopoulos kurzzeitig etwas auf. Nachdem die Gastgeberinnen in den ersten beiden Sätzen nahezu chancenlos waren, zeigten sie im dritten Durchgang zumindest eine kämpferisch starke Leistung und sicherten sich den Satz. „Da haben wir das Spiel kurz angenommen und dagegengehalten“, sagte der MTV-Trainer, „aber im vierten Satz war es dann wieder wie abgeschnitten.“

Finale: SC Potsdam gegen SSC Palmberg Schwerin

Im Finale am 28. Februar trifft der SC Potsdam auf den SSC Palmberg Schwerin, der den Dresdner SC im zweiten Halbfinale mit 3:1 besiegte. „Das ist für uns eine große Sache, es ist die erste Finalteilnahme für den Club“, sagte Hernandez. Den Stuttgarterinnen bleiben nun ein paar Tage um die herbe Niederlage zu verdauen. Am Samstag, 28. November, empfängt der MTV die Ladies in Black Aachen in der Scharrena zum nächsten Bundesligaspiel. „Für uns ist das ein wichtige Lektion. Jetzt müssen wir als Team funktionieren. Vielleicht bringt uns das sogar einen Schritt weiter“, sagte Giannis Athanasopoulos.

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