Altkreis Wo das Heckengäu zur Toskana wird

Die „Kleine Toskana“-Tour bietet immer wieder herrliche Aussichten. Foto: Otto 24 Bilder
Die „Kleine Toskana“-Tour bietet immer wieder herrliche Aussichten. Foto: Otto

Die Rundtour „Kleine Toskana“ führt von Leonberg in Richtung Weissach, nach Friolzheim und an die Würm.

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Altkreis - Oben auf dem Dickenberg ist es passiert. „Wir blickten auf den Betzenbuckel und jemand aus der Gruppe sagte: ‚Das sieht ja aus wie in der Toskana’“, erzählt Alfred Rösner. Sanft geschwungene Hügel, saftiges Gras, stoppelige Felder und vereinzelte Bäume und Sträucher. Schon hatte die 46 Kilometer lange Rundtour von Leonberg ins Heckengäu ihren Namen: Kleine Toskana. Erstellt hat Alfred Rösner die Tour für die Leonberger Agenda-Gruppe Radl. „Wir haben 2000 die erste Ausfahrt angeboten, dann folgte jedes Jahr eine weitere“, erzählt der Leonberger. Zehn Touren gibt es mittlerweile als sechsseitige Broschüre, für 50 Cent bei den Leonberger Rathäusern und Ortschaftsverwaltungen.

Abwechslungsreiche Strecke mit Mehrwert

Die „Kleine Toskana“ ist nicht nur eine der längsten und anspruchsvollsten, sondern wohl auch die vielseitigste der zehn Touren. Vom Leonberger Bahnhof geht es auf den Glemsmühlenradweg Richtung Höfingen. An der Felsensägmühle lohnt ein Blick durch das Teleobjektiv der Kamera. Hoch oben am steinigen Hang bei den Hauerlöchern beweist eine Herde Ziegen ihre Kletterkünste. An der Felsensägmühle geht es über die Glems und man folgt dem Abzweig nach Gebersheim. „Unsere Tour ist nicht ausgeschildert. Aber sie folgt in weiten Teilen bestehenden Radwegen oder den ausgeschilderten Ortsverbindungen für Radfahrer“, erklärt Alfred Rösner.

So ist etwa auch der Weg nach Gebersheim mit einem kleinen Schild markiert. Durch eine dunkle Bahnunterführung mit Kopfsteinpflaster erreichen die Radler ein kleines grünes Tal. Die plötzliche Stille wird nur vom Zirpen einiger Grillen unterbrochen. Leicht geht es bergan, bevor im Bauerndorf Gebersheim der erste straffe Anstieg ansteht. „Ein bisschen Kondition braucht man für die Strecke schon“, sagt Tourenleiter Alfred Rösner. Für Anfänger ist sie deshalb nicht geeignet.

Unterwegs genießt man von den Hügeln tolle Aussichten, wie etwa über Rutesheim bis zum Forschungszentrum von Bosch. Aber auch zu lernen gibt es viel. Die Strecke führt schließlich entlang des Glemsgewässerpfades, eines Baumlehrpfades im Rutesheimer Wald oder vorbei an der Streuobstlehrwiese in Gebersheim, um nur einige zu nennen.




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