Am Dienstagabend in Böblingen Erneuter Gasaustritt in den Mercaden

Feuerwehreinsatz zu später Stunde in den Mercaden. Foto: SDMG/ Dettenmeyer

Wie vor drei Wochen muss die Feuerwehr auch am Dienstagabend wegen eines CO2-Austritts zu den Böblinger Mercaden ausrücken. Weil das Einkaufszentrum geschlossen ist, muss niemand evakuiert werden.

Böblingen: Martin Dudenhöffer (dud)

Blaulicht und Feuerwehrleute in Vollmontur statt Nachtruhe und leeren Gängen. Wegen eines erneuten Austritts von Kohlenstoffdioxid (CO2) kam es am Dienstagabend gegen 21.15 Uhr zu einem Feuerwehreinsatz im Böblinger EinkaufszentrumMercaden“. Im Gegensatz zu dem Vorfall von vor drei Wochen, als die Brandmeldeanlage ebenfalls einen CO2-Ausstoß angezeigt hatte, schlug am Dienstagabend eine Sicherheitsfirma Alarm. Das Personal hatte im Bereich der Kühlanlagen des Edeka-Markts im Untergeschoss eine Vernebelung festgestellt und den Notruf gewählt.

 

Nur wenige Minuten später traf die Feuerwehr Böblingen mit neun Einsatzfahrzeugen und 33 Wehrleuten am Einkaufszentrum ein. Wie der diensthabende Einsatzleiter vom Dienstagabend, Daniel Riess, auf Anfrage unserer Zeitung erklärt, lag zu Beginn die Priorität darin, mögliche Personen aus dem betroffenen Bereich zu evakuieren: „Zunächst ging es darum, das Untergeschoss auf Personen abzusuchen. Da das Einkaufszentrum um diese Uhrzeit schon geschlossen war, befanden sich dort keine Menschen mehr. Das hat die Situation spürbar entspannt“, unterstreicht Riess.

Spezialkräfte mit Atemschutzmasken schlossen das Leck

Kältetechniker der Freiwilligen Feuerwehr drangen mit Atemschutzmasken ausgerüstet in den Supermarkt vor, um das Leck ausfindig zu machen und es zu schließen. Nach rund 45 Minuten war die Gefahr des ausgetretenen Gases gebannt. Zur Sicherheit wurde ein Spezialfahrzeug für Messtechnik der Sindelfinger Feuerwehr eingesetzt, um gänzlich ausschließen zu können, dass nicht doch noch ein Gasleck besteht.

Vor drei Wochen erst ereignete sich in den Mercaden ein ähnlicher Vorfall. Damals war auch aus dem Kühlbereich des Supermarkts Kohlenstoffdioxid ausgetreten. Da der Gasaustritt am Nachmittag geschah, war das Gebäude stark frequentiert. Die Feuerwehr rückte mit 37 Wehrleuten und acht Fahrzeugen an. Das Leck wurde rasch geschlossen. Rund 900 Menschen mussten an jenem 18. Juli aus dem Einkaufszentrum evakuiert werden. Verletzt wurde niemand.

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