Der neue Nachtzug, der seit vergangenem Dezember von Stuttgart aus die Ziele Budapest, Venedig und Zagreb ansteuert ist ein Erfolg. Das sagt ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auf Anfrage. „Die Nachtzüge sind sehr gut gebucht, gerade in den Sommermonaten. Hier sind die Schlaf- und Liegewagen meist ausgebucht“. Der Bahnsprecher empfiehlt, „frühzeitig zu reservieren“. Die ÖBB betreiben mit den nationalen Bahngesellschaften von Ungarn und Kroatien die Verbindung ab Stuttgart. Die Deutsche Bahn hat das Geschäft mit den Nachtzügen Ende 2016 aufgegeben.
Mehr Kapazitäten Richtung Venedig
Insbesondere die Fahrten nach Venedig ab Stuttgart sind stark nachgefragt. Daraus ziehen die ÖBB Konsequenzen. „Für das kommende Jahr planen wir von Stuttgart nach Venedig die Kapazität auszuweiten“, sagt der ÖBB-Sprecher. In die Karten schauen lassen wollen sich die Österreicher aber noch nicht. „Details werden wir im Herbst bekannt geben“. Damit steht zu erwarten, dass zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2023 das bestehende Angebot der hohen Nachfrage angepasst wird.
Ruf nach weiteren Zügen
Seit Dezember 2022 ist Stuttgart wieder ans Nachtzugnetz angebunden. Täglich startet dort um kurz vor halb neun ein Zug nach Ungarn, Kroatien und Italien. Es werden allerdings auch Rufe nach weiteren Zielen laut. Die Vereinigung „Back on Track“, die sich der Förderung des Nachtzugverkehrs verschrieben hat, bringt Verbindungen Richtung Warschau und Prag ins Gespräch. „Sehr attraktiv wären auch direkte Nachtzugverbindungen nach Südfrankreich und Spanien, die umsetzbar wären, wenn Frankreich seine Hochgeschwindigkeitsstrecken auch bei Nacht öffnen würde“, sagt Bernhard Knierim aus dem Vorstand der Vereinigung. „Wenn wir in ernsthaftem Maßstab Reisende aus dem Flugverkehr auf den Nachtzugverkehr verlagern wollen, dann brauchen wir noch ein sehr viel stärkeres Wachstum des Nachtzugverkehrs“.