Anträge im Bezirksbeirat Parken, Fahren, Anwohnerohren

An der Mittleren Straße sind Parkplätze Mangelware. Dagegen soll aus Sicht der Degerlocher CDU die Stadt etwas tun. Foto: Cedric Rehman
An der Mittleren Straße sind Parkplätze Mangelware. Dagegen soll aus Sicht der Degerlocher CDU die Stadt etwas tun. Foto: Cedric Rehman

Das Thema kreist in der Dauerschleife wie ein Autofahrer auf Parkplatzsuche: Der Verkehrsituation in Degerloch widmen sich gleich drei Anträge der Bezirksbeiräte. Und auch um Anwohnerohren machen sie sich Sorgen.

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Degerloch - Die Parksituation im Allgemeinen, die Verkehrssituation an der Mittleren Straße im Speziellen und das Wohlergehen von Radfahrern und Anwohnern an der Reutlinger Straße beschäftigen die Lokalpolitik. In der jüngsten Sitzung des Degerlocher Bezirksbeirats hat die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zum Parkraummanagement im Bezirk und einen zum Schutz von Fahrradfahrern und Anwohnerohren an der Reutlinger Straße gestellt. Zudem hat die CDU-Fraktion eine Fragestellung an die Stadtverwaltung eingebracht, die sich mit der Mittleren Straße beschäftigt.

Grüne wollen Parkraummanagement

Die Degerlocher Grünen sähen ihren Bezirk gerne auf der Liste der Stadtbezirke, die für die Einrichtung des Parkraummanagements vorgesehen sind – „direkt nach den Innenstadtbezirken und Bad Cannstatt“, wie es in dem Antrag heißt. In der Begründung der Forderung heißt es beispielsweise: „Besonders im direkten Ortskern rund um die Epplestraße nehmen kritische, gefährdende und für die Anwohner unerträgliche Situationen zu – wie auch häufig vor Ort zu erleben und immer wieder der Presse zu entnehmen ist.“

Voraussetzung für die Einführung eines Parkraumkonzepts wie im Stuttgarter Westen sind laut dem Verkehrsentwicklungskonzept der Stadt ein hoher Parkdruck wegen weniger Stellplätze, die Nachbarschaft zu wichtigen Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs, zu Gewerbegebieten oder zu publikumsintensiven Einrichtungen – „Kriterien, die Degerloch unbestritten erfüllt“, wie der Antrag konstatiert.

Tempo 30 oder Radschutzstreifen

Der zweite Antrag, den die Grünen-Fraktion in der vergangenen Bezirksbeiratssitzung eingebracht hat, verlangt von der Stadtverwaltung eine Regelung zum Schutz von Fahrradfahrern und den Lärmschutz der Anwohner an der Reutlinger Straße. Oder konkret: eine Tempo-30-Zone an der Reutlinger Straße zwischen Hoffeld- und Jahnstraße. Sollte dies nicht möglich sein, möchten die Grünen an der ganzen Reutlinger Straße Tempo 40 und einen markierten Radstreifen in Richtung Jahn-straße bergaufwärts. Das brächte auch eine Lärmminderung für die Anwohner.

Schon in der Januar-Sitzung des Bezirksbeirats war die Situation für Radler an der Reutlinger Straße Thema. Damals hatte die Stadt einer Temporeduzierung bereits eine Absage erteilt – dafür allerdings einen Radschutzstreifen bergaufwärts vorgeschlagen. Gegen diesen hatten die Bezirksbeiräte im Januar mit fünf Ja- und vier Nein-Stimmen votiert.

Fragen zur Mittleren Straße

Mit der Begründung, dass in den vergangenen Wochen „mehrmals seitens der Presse von Verkehrs- und Parkproblemen in der Mittleren Straße berichtet“ wurde, brachten die Christdemokraten ihre Fragestellung an die Stadtverwaltung ein. Sie bitten um Auskunft zu aktuellen Zahlen zum Verkehrsaufkommen an der Mittleren Straße und möchten wissen, ob es bei der Stadt Überlegungen gibt, „verkehrslenkend“ einzugreifen. Außerdem fragen die CDU-Beiräte, ob konkrete Maßnahmen schon geprüft wurden, wie beispielsweise Ausweichbuchten, temporäre Parkverbote, eine Erweiterung der Parkschein- oder Parkscheibenregelung. Wie berichtet, gibt es an der Mittleren Straße Probleme, unter anderem weil Eltern ihren Nachwuchs mit dem Auto zur Musikschule fahren.

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