Aufstiegskampf in der zweiten Liga So hat die Konkurrenz des VfB Stuttgart aufgerüstet

Von Gregor Preiß 

Am kommenden Dienstag startet die zweite Liga ins neue Fußballjahr. Mit dabei sind auch einige neue Gesichter. Wir stellen sie vor.

Der HSV verstärkt sich mit Jordan Beyer (li.) und Louis Schaub (mi.). Foto: imago/Pius Koller
Der HSV verstärkt sich mit Jordan Beyer (li.) und Louis Schaub (mi.). Foto: imago/Pius Koller

Stuttgart - Die Winterpause neigt sich dem Ende entgegen, in der kommenden englischen Woche rollt auch in den Stadien der zweiten Liga wieder der Ball. Der VfB Stuttgart ist am Mittwoch (18.30 Uhr) gleich gegen den Aufstiegskonkurrenten 1. FC Heidenheim gefordert. Bislang steht in Flügelstürmer Darko Churlinov vom 1. FC Köln (Ablöse: 200 000 Euro) nur ein Neuzugang auf der Habenseite. Emiliano Insua (Los Angeles Galaxy) und Santiago Ascacibar (Hertha BSC) haben den VfB verlassen. Die Konkurrenz im Aufstiegsrennen sieht hingegen größeren Handlungsbedarf, wie unser Überblick zeigt.

Arminia Bielefeld: Der Tabellenführer beweist Weitsicht und hat mit Blick auf die kommende Saison Torhüter Oscar Linnér vom schwedischen Club AIK Solna verpflichtet. Der Grund: Die Verträge sämtlicher Torleute bei den Ostwestfalen laufen zum Saisonende aus, darunter auch der von Stammtorhüter Stefan Ortega. Der Deutsch-Spanier wird bereits von Bayer Leverkusen umworben. Der schwedische Nationaltorhüter soll die mögliche Lücke schließen. Ebenfalls als Perspektivtransfer gilt jener von Stürmer Sebastian Müller (18). Der deutsche Junioren-Nationalspieler wechselt vom 1. FC Köln auf die Alm. Dort soll er dem Offensivspiel der Arminen weiteren Schwung verleihen – ganz gleich in welcher Liga.

Hamburger SV: Die Hanseaten wollten in der Winterpause am großen Rad drehen. Nach Informationen der „Sport Bild“ wurde Ex-VfB-Aufstiegsheld Simon Terodde gleich zweimal ein Angebot unterbreitet. Doch Teroddes Verein, der 1. FC Köln, lehnte genauso wie der 31-Jährige ab. Stattdessen lotsten die Hanseaten Louis Schaub (25) vom 1. FC Köln und Jordan Beyer (19) von Borussia Mönchengladbach an die Elbe. Beides sind Leihgeschäfte, für mehr fehlt dem HSV im Moment das Geld. Beyer gilt als Zögling des aktuellen HSV- und früheren Gladbach-Trainers Dieter Hecking. Der Rechtsverteidiger soll die Lücke der langzeitverletzten Jan Gyamerah und Josha Vagnoman stopfen. Österreichs Nationalspieler Schaub ist für das offensive Mittelfeld vorgesehen. „Wir konnten zunächst gar nicht glauben, dass so ein Akteur auf den Markt gekommen ist“, freut sich Sportvorstand Jonas Boldt über die Verpflichtung.

Sehen Sie hier: Die früheren Wintertransfers des VfB Stuttgart

1. FC Heidenheim: In Tobias Mohr von Ligakonkurrent Greuther Fürth angelte sich der kommende VfB-Gegner einen entwicklungsfähigen Mittelfeldspieler. „Mit ihm sind wir in der Offensive für die verbleibende Rückrunde noch breiter aufgestellt“, sagt der Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald. Der 24-Jährige hat sich in Fürth einen Namen als torgefährlicher und variabel einsetzbarer Mittelfeldspieler gemacht – und will mit den Ostalb-Kickern nun die Aufstiegsränge ins Visier nehmen.

Erzgebirge Aue: Im Erzgebirge spricht man trotz nur zwei Punkten Rückstand auf den VfB und Platz drei weiter vom Klassenverbleib. Gesunde Selbsteinschätzung oder übertriebenes Understatement? Fakt ist, dass Trainer Dirk Schuster mit dem Dänen Jacob Rasmussen die Ausfälle in der Innenverteidigung (Fabian Kalig und Steve Breitkreuz) kompensieren möchte. Rasmussen kommt auf Leihbasis vom AC Florenz und soll den Auer Abwehrverbund stabil halten.