Ausflugstipp für Baden-Württemberg Das perfekte Wochenende am Bodensee

Der bezaubernde Jachthafen in Immenstaad. Foto: Annette Schwesig

Wohin am Bodensee? Das schwäbische Meer ist groß und hat unzählige schöne Stellen. Besonders idyllisch geht es am oberen Seeufer zwischen Überlingen und Friedrichshafen zu.

Reise: Annette Schwesig (apf)

Der Bodensee gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in Baden-Württemberg – und dennoch gibt es immer noch ein paar Überraschungen zu entdecken. Wir haben einige Beispiele gesammelt.

 

Mit dem Zug an den See

Der obere Bodensee ist mit der Bahn sehr bequem zu erreichen. Von Stuttgart aus fährt stündlich ein Nahverkehrszug direkt nach Friedrichshafen. Von dort aus fahren verschiedene Buslinien am Ufer entlang. Das Deutschlandticket bietet sich für die Anreise ebenso an wie das Baden-Württemberg-Ticket. Vor Ort kann man mit der Bodensee-Card den öffentlichen Nahverkehr inklusive der Bodensee-Linienschifffahrt nutzen. www.bahn.de; www.bodensee-card.eu

Fast wie St. Tropez

Das Hotel Seehof in Immenstaad liegt direkt am pittoresken Jachthafen vom Immenstaad und wer eines der Zimmer im obersten Stockwerk mit Blick auf die weißen Segel und den blauen See hat, kann sich fast ein wenig wie in St. Tropez fühlen. Das feine Restaurant verwendet regionale Produkte. www.seehof-hotel.de.Das Hotel Maier in Fischbach bei Friedrichshafen liegt zwar nicht direkt am See, bietet aber schöne, moderne Zimmer und eine gute, ebenfalls moderne Küche. Gleich in der Nähe befinden sich mehrere Naturbäder, die man in der Nebensaison manchmal ganz für sich alleine hat. www.hotel-maier.de

Blick vom Hotel Seehof auf den Landungssteg in Immenstaad Foto: Annette Schwesig

Gin vom Bodensee

Wacholder, Zitronenmelisse, Holunderblüte, Kiefernspitze und noch viele weitere Botanicals sind im preisgekrönten Bio-Gin „Mile High 69“ von Julica Renn enthalten. Den Gin der jungen Brennerin und Wirtschaftswissenschaftlerin kann man nicht nur in der Sansibar auf Sylt oder angesagten Bars in München oder Berlin trinken, sondern auch auf dem elterlichen Burgunderhof oberhalb von Hagnau erwerben. Auch ein eigenes, extra für diesen Gin kreiertes Tonic Water gibt es zu kaufen sowie die ebenfalls ausgezeichneten Obstbrände ihres Vaters Heiner Renn. Wer sich in den idyllisch gelegenen Hof mit dem angrenzenden fünf Hektar großen Weingut verguckt hat, der kann in den geschmackvoll eingerichteten Zimmern auch übernachten. www.milehigh69.com; www.burgunderhof.de

Zwischen Reben: Der Burgunderhof liegt oberhalb von Hagnau Foto: Annette Schwesig

Die Fischerin vom Bodensee

Die Personalnot im Gaststättengewerbe ist auch in der Nachsaison noch nicht entspannt. Wer also keine Lust hat, Tage im Voraus einen Tisch zu reservieren, der kann sich beim Stehimbiss Flotte Flosse sattessen. Hier gibt es warme und kalte Fischbrötchen, Backfisch, Saibling und hin und wieder auch Felchen. Der Imbiss von Fischerin Gabi Dickreiter befindet sich direkt an der Immenstaader Uferpromenade und bietet genug Platz, um seinen Fischwecken in Ruhe und mit Blick auf den See genießen zu können. www.fischerhaus-dickreiter.de. Wer dann noch Platz im Bauch hat für einen Nachtisch, der kann sich entweder in Friedrichshafen, Hagnau oder Immenstaad noch ein hausgemachtes Kibele-Eis gönnen. Das schmeckt bei 15 Grad genauso wie im Hochsommer. www.kibele-eis.de.

Ein ganzheitliches Kaffeeerlebnis gibt es in der Kabo Kaffeerösterei mitten in Überlingen. Hier erfährt man alles darüber, wo der Kaffee herkommt, den man gerade trinkt. wie er angebaut wird und wie er am besten zubereitet wird. Nachhaltig ist er selbstverständlich auch. www.kabo-kaffee.de

Auf dem Gehrenberg

Wer gerne den Überblick hat, kann vom Gehrenberg in Markdorf einen grandiosen Blick auf die Alpen und den See genießen. In dem Restaurant mit wunderschönem Biergarten mit seinen riesigen uralten Kastanienbäumen kann man zudem sehr gut essen. Fleisch aus der Region von Tieren aus artgerechter Haltung sowie köstliches, selbst gebackenes Brot. Dazu gibt es eine Kinderspielecke sowie Kabarett, Theater, Programmkino und Konzerte im angrenzenden Theaterstadl. www.gehrenberg.de

Schmuck aus Scherben

Ein Mitmachprojekt der etwas anderen Art ist das Projekt Seeglas von Lene Grüner. Hier kann man zum Beispiel mithelfen, das Bodenseeufer von Müll zu befreien oder in Workshops Schmuck aus Scherben zu gestalten oder kleine Alltagsprodukte wie Deo, Antimückencreme oder Handwaschpulver plastikfrei herzustellen. www.projekt-seeglas.de

Müllsammeln für ein sauberes Ufer Foto: Projekt Seeglas

Weltacker Überlingen

Noch mehr Umweltbewusstsein erhält, wer sich auf den Weltacker Überlingen begibt. Auf 2000 Quadratmeter können sich Besucher in der Freiluftausstellung über die meistangebauten Ackerkulturen der Welt schlau machen. www.ueberlinger-weltacker.de

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