Autozulieferer aus Uhingen Finanzierung bei Allgaier erstmal sicher

Der Autozulieferer Allgaier ist wieder in ruhigerem Fahrwasser. Foto: Staufenpress

Die Sanierer sind dabei, eine Planung für 2024 für den insolventen Uhinger Autozulieferer auszuarbeiten.

Gut fünf Wochen nach dem Insolvenzantrag sehen die Sanierer den in Schieflage geratenen Autozulieferer Allgaier auf einem guten Weg. Diese Woche sei über das Mitarbeiter-Informationsnetz die Nachricht an die Beschäftigten gegeben worden, „dass wir die Finanzierung für das nächste halbe Jahr geregelt haben und dabei sind, auch eine Planung für 2024 zu erstellen“, teilt Insolvenzverwalter Michael Pluta mit. Das Uhinger Unternehmen sei „in ein sehr ruhiges Fahrwasser gekommen“, betont der Rechtsanwalt. Man habe die Lieferketten wieder in Gang gesetzt. „Das heißt, wir haben die Spediteure bezahlt, sodass die Autohersteller beliefert werden können und die Bänder nicht stillstehen“, erklärt Pluta.

 

Nichtsdestotrotz treibt die Beschäftigten um, wie es mit dem Unternehmen weitergeht. „Es gibt immer wieder mal Verunsicherung“, bestätigt Dejan Wick, der für Allgaier zuständige Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall Göppingen-Geislingen. Zuletzt habe teilweise Unklarheit darüber geherrscht, wie das Insolvenzgeld ausbezahlt wird. „Da mussten ein paar Dinge mit der Arbeitsagentur geklärt werden“, sagt Wick. Hintergrund sei die „komplexe Tarifstruktur“ bei dem Autozulieferer. Insgesamt seien die Beschäftigten aber „motiviert und bei der Sache“, betont der Gewerkschafter.

In der vergangenen Woche habe auch der Gläubigerausschuss getagt. „Das war recht harmonisch“, unterstreicht Dejan Wick. Er kündigt im selben Atemzug an, dass die IG Metall bei der Suche nach einem Investor wachsam sein wird: „Da gilt es, die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten“, sagt er und spricht die Tarifbindung an. Noch gebe es hier aber nichts Konkretes, es seien noch keine Namen genannt worden. Der Prozess zur Suche nach einem neuen Investor soll laut Insolvenzverwalter im August beginnen. Einige Investoren hätten bereits Kontakt zu ihm aufgenommen, sagte Pluta kürzlich der Presseagentur dpa.

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