Putztipps Backofen reinigen in 7 Schritten

Von Lukas Böhl  

Schieben Sie die Reinigung des Backofens nicht zu lange vor sich her. Je länger Sie eingebranntes Essen und Fett nicht wegputzen, desto schwerer wird es, die Verkrustungen zu entfernen. Mit diesen Tipps bekommen Sie Ihren Backofen wieder sauber.

Gummihandschuhe schützen Ihre Haut vor chemischen Reinigern. Foto: Africa Studio / shutterstock.com
Gummihandschuhe schützen Ihre Haut vor chemischen Reinigern. Foto: Africa Studio / shutterstock.com

Schritt 1: Gitterrost und Backblech reinigen

Entnehmen Sie zunächst alle losen Teile wie den Gitterrost und das Backblech aus dem Ofen. Um sie von eingebranntem Essen zu befreien, können Sie sie in ein Wasserbad mit Spülmaschinenpulver geben. Das Wasser sollte möglichst heiß sein.

Lassen Sie die Bleche und Gitter einweichen, während Sie den Backofen reinigen. Danach sollten sie sich ganz einfach mit einem Schwamm abwaschen lassen.

Falls Sie gerade kein Spülmaschinenpulver im Haus haben, nehmen Sie stattdessen einige Tabletten Aspirin, Gebissreiniger oder Cola.


Schritt 2: Vor der Backofenreinigung Essensreste beseitigen

Nachdem Sie sich um die Backbleche gekümmert haben, sollten Sie große, leicht zu entfernende Essensrückstände mit einem Tuch entfernen und auskehren. So haben Sie später weniger Arbeit und Schmutz. Mit einem Glasschaber lassen sich die Verkrustungen leichter entfernen.


Schritt 3: Backofentür reinigen

Tragen Sie auf das Fenster des Backofens entweder einen Backofenreiniger aus dem Handel auf oder mischen Sie mit Wasser und Backpulver eine Reinigungspaste an.

Diese tragen Sie auf die Glasscheibe der Backofentür auf und lassen sie mindestens 15 Minuten einwirken. Anschließend putzen Sie das Glas mit einem Schwamm gründlich ab.

Hartnäckige Verkrustungen lassen sich mit einem Glasschaber entfernen. Die Rillen in der Backofentür reinigen Sie am besten mit einer Zahnbürste. Vergessen Sie darüber hinaus nicht die Kanten und Zwischenräume.


Schritt 4: Eingebrannten Backofen putzen

Nun geht es an die Hauptarbeit der Backofenreinigung: das Lösen von eingebranntem Essen und Fett. Als Putzmittel eignen sich unter anderem die folgenden Hausmittel und chemischen Reiniger:

Backpulver: Vermischen Sie das Backpulver mit Wasser, bis eine Paste daraus entsteht. Tragen Sie diese auf die Verschmutzung auf und lassen Sie das Ganze 15 bis 30 Minuten einwirken. Im Anschluss wischen Sie mit einem feuchten Lappen den Schmutz weg.

Spülmaschinenpulver: Mischen Sie mit Spülmaschinenpulver und Wasser eine Reinigungspaste an, um das Innere des Ofens zu säubern. Diese tragen Sie auf die verkrusteten Stellen im Backofen auf und lassen das Ganze einige Stunden einwirken, bevor Sie die Reste samt den Verkrustungen entfernen.

Essig: Vermischen Sie das altbewährte Hausmittel Essig und Spülmittel zu einer Reinigungspaste und tragen Sie sie auf die eingebrannten Essensreste auf. Lassen Sie die Paste etwa 5 Minuten einwirken und wischen Sie dann mit einem feuchten Putzlappen oder einer Bürste den Ofen aus.

Zitrone: Schneiden Sie eine Zitrone in der Mitte durch und bestreuen Sie die beiden Hälften mit etwas Salz. Diese nutzen Sie nun als natürlichen Putzschwamm, um Eingebranntes aus dem Backofen zu entfernen. Der Zitronensaft lässt sich darüber hinaus auch als Reinigungsmittel verwenden. Wischen Sie anschließend mit klarem Wasser nach.

Salz: Auch mit Salz lässt sich der Backofen ohne Chemie reinigen. Befeuchten Sie dazu den Boden mit etwas Wasser und streuen Sie dann großzügig Salz auf die Verschmutzungen. Erhitzen Sie den Backofen auf 50 Grad und warten Sie, bis das Salz braun wird. Schalten Sie den Backofen aus und entfernen Sie nach dem Abkühlen Eingebranntes und Salzreste mit einer Bürste oder einem Tuch.

Backofenreiniger: Natürlich können Sie auch einen chemischen Backofenreiniger aus dem Handel verwenden. Diese Sprays werden meist einfach auf Eingebranntes gesprüht, um sie nach einer kurzen Einwirkzeit mitsamt dem Schmutz wegzuwischen. Dabei sollten Sie auf jeden Fall alle Reste gründlich mit klarem Wasser entfernen, um zu vermeiden, dass Essen mit dem Reiniger in Berührung kommt.


Schritt 5: Eingebranntes im Backofen entfernen

Starke Verkrustungen lassen sich mit den oben genannten Methoden nicht immer entfernen. Abhilfe kann ein spezieller Putzstein schaffen. Gehen Sie mit diesem über die verkrusteten Stellen im Backofen, um sie zu säubern. Falls Sie Angst vor Kratzern haben, testen Sie den Putzstein vorher an einer unauffälligen Stelle.


Schritt 6: Seitenwände reinigen

Falls sich an den Seitenwänden viel Fett abgesetzt hat, gibt es einen einfachen Trick, um sie zu reinigen. Geben Sie dazu etwas Zitronensaft oder Essig mit Wasser vermischt in eine Auflaufform und stellen Sie sie für etwa eine Stunde bei 120 Grad in den Ofen.

Der entstehende Wasserdampf löst nun die Verschmutzungen an den Seitenwänden. Danach putzen Sie die Seitenwände und die Schienen mit klarem Wasser ab.


Schritt 7: Erhitzen und ausdampfen lassen

Nach dem Reinigen mit chemischen Mitteln erhitzen Sie den Ofen ohne Inhalt auf eine Temperatur von über 100 Grad und lassen ihn danach gut ausdampfen, bevor Sie wieder Lebensmittel darin zubereiten. Generell ist die Backofenreinigung ohne Chemie immer die bessere Variante, um sich selbst und den Ofen vor den reizenden Inhaltsstoffen zu schützen.


Tipps, um den Backofen sauber zu halten

  • Entfernen Sie Verschmutzungen direkt, nachdem sie entstanden sind.
  • Benutzen Sie Backpapier und überfüllen Sie Backbleche und Schüsseln nicht zu sehr.
  • Falls Sie ein überschüssiges Backblech besitzen, können Sie dieses als Schmutzfänger unterstellen.
  • Benutzen Sie eine Backofeneinlage, um Verkrustungen am Boden zu vermeiden.
  • Wenn Sie den Garzustand Ihres Essens testen, stochern Sie nicht im Backofen herum, sondern ziehen Sie das Backblech heraus. So vermeiden Sie, dass Soße oder Fett nach unten tropft.
  • Setzen Sie die Backofenreinigung fest auf Ihren Putzplan.

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