Basketball: SV Fellbach Beharrlichkeit und ein Hauptsponsor
Die Fellbacher Basketballer bekommen 2022 vermehrt finanzielle Unterstützung und wollen in der Regionalliga schon bald zurück unter die Besten.
Die Fellbacher Basketballer bekommen 2022 vermehrt finanzielle Unterstützung und wollen in der Regionalliga schon bald zurück unter die Besten.
Fellbach - Die Basketballer des SV Fellbach sind in dieser Saison noch nicht wie erhofft vorangekommen. Manches von dem, was im und rund um das Ligageschehen passiert, ist nicht vorhersehbar. Vorankommen allerdings wollen die Abteilungsvorderen nach wie vor auf dem Weg zu mehr Professionalität und damit verbunden auch zu weiter verbesserten Erfolgsaussichten unter den Körben. Die Arbeit im Hintergrund ist kein Sprint, sie gleicht vielmehr einem Marathonlauf. Und Andreas Tsiminos hat einen langen Atem. Soeben hat der 38-Jährige nach ausdauernden Bemühungen einen Hauptsponsor hinzugewinnen können, der von Januar an die Fellbacher Basketballer unterstützen wird. „Das ist ein großes Glück, darauf bin ich stolz. Damit haben wir in den nächsten zwei Jahren Planungssicherheit“, sagt der Abteilungsleiter vor dem Regionalliga-Heimspiel am Sonntag (17 Uhr, Gäuäckerhalle I) gegen die Sunkings Saarlouis.
Andreas Tsiminos hat auf der Langstrecke unmittelbar vor der laufenden Saison eine neue, durchaus unerfreuliche Erfahrung gemacht. Reinis Scerbinskis aus Lettland, frisch verpflichtet, verabschiedete sich aus persönlichen Gründen noch vor dem ersten Ballkontakt in der ersten Regionalliga. „Er war der Spieler, um den herum wir unseren Kader geplant hatten“, sagt der Abteilungsleiter. Der Kader drumherum musste samt den Zugängen wie Petar Madunic oder Kosta Karamatskos ohne diesen Spieler auskommen. Das Team um den neuen Trainer Iakovos Peidis litt zunächst entsprechend unter einem Mangel an einstudierter Organisation. Verletzungen kamen hinzu. So blieb der Verbund des SV Fellbach, derzeit Siebter, hinter den Besten zurück.
Aber die Personal- und Formsuche der vergangenen Wochen vermag auf Sicht nicht die Perspektiven zu beinträchtigen. „Im nächsten Jahr wollen wir wieder angreifen“, sagt Andreas Tsiminos. Er möchte die Mannschaft möglichst bald unter den Besten der Liga sehen und, eine Frage der Beharrlichkeit, in nicht allzu ferner Zeit auch in der nächsthöheren Spielklasse. Erzwingen lässt sich der Aufstieg in die Pro B angesichts der sportlichen Unwägbarkeiten nicht. Aber das strukturelle Aufbauwerk ist dazu angetan, die Chancen auf eine vielversprechende Zukunft der Basketballer des SVF zu erhöhen.
Schon zuletzt hat die Mannschaft des SV Fellbach einen Aufwärtstrend erkennen lassen. Mit dem guten Bekannten Andre William Gillette, der aufgrund der beruflichen Anbindung, die ihm Andreas Tsiminos ermöglicht, wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist. Der US-Amerikaner will in der Freizeit an sich die zweite Vertretung des SV Fellbach in der Landesliga unterstützen. Weil sich sein Landsmann Anton Ivy jedoch einen Bänderriss zugezogen hat, stand Andre William Gillette – wie noch im Mai und im Juni in der Aufstiegsrunde – mit seiner Athletik aufs Neue dem Regionalliga-Team zur Seite. Seit Montag trainiert auch Anton Ivy wieder. Einer der US-Amerikaner darf und wird am Sonntag auflaufen. „Derjenige, der besser drauf ist“, sagt Andreas Tsiminos: „Solch einen Luxus hatten wir hier auch noch nicht.“ Und diese komfortable Situation hat ja ebenfalls nicht wenig mit seinem Schaffen abseits der Basketballfelder zu tun.