Bauarbeiten im Schönbuchtunnel fast abgeschlossen Neuer Feuertest vor der Tunnelfreigabe

Von  

Zwei Jahre hat es gedauert, den Schönbuchtunnel baulich und technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Im Juni sind wieder 100 Stundenkilometer erlaubt.

Die Baustelle ist bald beseitigt: Noch bis Juni bleibt das Warnzeichen am Schönbuchtunnel, dann herrscht wieder freie Fahrt. Foto: Archiv
Die Baustelle ist bald beseitigt: Noch bis Juni bleibt das Warnzeichen am Schönbuchtunnel, dann herrscht wieder freie Fahrt. Foto: Archiv

Herrenberg - Nach zwei Jahren Bauzeit erklärt das Regierungspräsidium Stuttgart die Sanierung und technische Nachrüstung des Schönbuchtunnels für abgeschlossen. Allerdings steht noch ein weiterer Feuertest bevor: „Vor der Verkehrsfreigabe müssen die neuen Ausstattungseinrichtungen unter realen Bedingungen getestet werden“, teilte die Behörde am Freitag mit. Die wichtigste Tunnelprüfung sei dabei der Brandversuch. Dieses Experiment ist vor gut einem Jahr vor der Inbetriebnahme der Weströhre schon einmal praktiziert worden – erfolgreich. Geplant ist die Feuertaufe in der Nacht von Mittwoch, 25. Mai, auf Donnerstag, 26. Mai. Dafür wird die Oströhre gesperrt.

Bei dem kontrollierten Brand wird so viel Hitze entfacht, wie auch in dem Tunnel entstünde, wenn ein Kleinwagen in Flammen gerät. Dazu wird laut dem Regierungspräsidium ein Benzin-Wassergemisch in Stahlwannen entzündet. Experten prüfen, ob die neue technische Tunnelausstattung einen Brandalarm auslöst und ob die Tunnelsperranlage einwandfrei funktioniert. Außerdem müssen auch der Feuerwehr-Alarm und die Lüfter den Test bestehen. Die Feuerwehren aus Herrenberg und Nufringen sowie die Autobahnpolizei werden den Brandversuch absichern.

Gesperrt wird der Tunnel in der Nacht zwei Mal für jeweils 15 Minuten. Das Regierungspräsidium geht wegen der Uhrzeit nur „von minimalen Verkehrsbeeinträchtigungen“ aus. Die Vorbereitungen für den Brandversuch in der Oströhre beginnen am Mittwoch von 19 Uhr an. Das Feuer wird um Mitternacht entfacht, der Versuch dauert etwa eine Stunde. Die Branddetektion löst eine Sperrung beider Tunnelröhren aus. Nach einer Viertel Stunde kann der Verkehr angeblich wieder fließen. Gegen 3 Uhr wird dann noch ein virtueller Brandalarm in der Weströhre ausgelöst: Es wird kein richtiges Feuer entfacht, sondern nur per Knopfdruck simuliert. Dabei handelt es sich um einen Testlauf für die Lüftungen. Wie das echte Feuer in der Oströhre löst auch dieser virtuelle Alarm eine Sperrung beider Röhren aus, die 15 Minuten dauert.

Die Verkehrsfreigabe der Fahrtrichtung Stuttgart ist an Fronleichnam gegen 6 Uhr geplant. Die Geschwindigkeit wird zunächst noch auf 80 Stundenkilometer begrenzt bleiben, teilt das Regierungspräsidium mit, und es wird auch noch das Baustellenzeichen auf den Anzeigequerschnitten über der Fahrbahn zu sehen sein. Dieser Zustand hält bis in die Woche von Montag, 6. Juni, an. Bis dahin müssten die Mittelstreifenüberfahrten geschlossen werden und somit die letzte Verkehrsgefährdung beseitigt werden. Danach darf mit 100 Stundenkilometern durch den Schönbuchtunnel gefahren werden. Die komplette Freigabe des Tunnels für den Verkehr in Fahrtrichtung Singen soll am Sonntag, 5. Juni, erfolgen. Die bestehenden Baustellenumleitungen werden genutzt, um in der Weströhre noch dringende Wartungsarbeiten zu erledigen.




Veranstaltungen