Beim Mineralbad Berg in Stuttgart-Ost Areal für Gesundheitscampus verkauft

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Das 3000 Quadratmeter große Grundstück gehört jetzt dem Bad Cannstatter Projektentwickler PlanQuadrat. Jetzt sollen konkrete Verhandlungen mit Mietinteressenten beginnen. Baubeginn ist frühestens Mitte 2020, wenn die Sanierung des Mineralbads beendet ist.

So könnte der Gesundheitscampus einmal aussehen. Foto: blocher partners Stuttgart
So könnte der Gesundheitscampus einmal aussehen. Foto: blocher partners Stuttgart

S-Ost - Der nächste große Schritt für die Entwicklung und den Bau eines Gesundheitscampus direkt neben dem Mineralbad Berg ist gemacht. Der Gemeinderat hat Mitte März dem Verkauf des knapp 3000 Quadratmeter großen Grundstücks zwischen dem Bad Berg und dem schon fast fertigen Wohnquartier am Schwanenplatz zugestimmt, die Fläche gehört nun der Projektentwicklungsgesellschaft PlanQuadrat Projekt GmbH & Co. KG, die ihren Sitz in Bad Cannstatt hat. Das Unternehmen hatte bereits den Investorenwettbewerb im Jahr 2016 für sich entschieden. Jetzt soll eine eigene Gesellschaft für das Projekt gegründet werden.

Prävention und „Health-Suiten“

Der geschäftsführende Gesellschafter von PlanQuadrat, Hans Klement, hatte Mitte Februar im Bezirksbeirat Stuttgart-Ost über den aktuellen Planungsstand bei dem lange auf der Kippe stehenden Gesundheitscampus-Projekt berichtet. Geplant sind nach den Entwürfen des Architekturbüros blocher partners drei miteinander verbundene Gebäudeteile. Für die rund 5000 Quadratmeter Nutzfläche gebe es eine ganze Reihe von ernsthaften Mietinteressenten und Nutzern, hatte Klement damals gesagt. Mit ihnen sollen jetzt konkrete Verhandlungen aufgenommen wird. Eine Herausforderung dabei wird sein, die richtige Mischung für das Konzept zu finden. Das sieht ein Kompetenzzentrum vor, „das innovativste Diagnostik und modernste, wissenschaftlich basierte Vorsorge sowie Therapieelemente in einen sozialen Kontext bringt“, heißt es in einer Pressemitteilung von PlanQuadrat. Ein Schwerpunkt soll dabei auf der Prävention vor allem durch Ernährung und Bewegung liegen. Zum Angebot sollen Kurse und Vorträge ebenso gehören wie eine Apotheke und ein Geschäft für Orthopädiebedarf. Für Patienten, die mehrere Tage in dem Gesundheitscampus bleiben müssen, sind sogenannte „Health Suiten“ vorgesehen.

Betrieben werden soll der Gesundheitscampus durch eine Betreibergesellschaft, die beispielsweise auch durch eine Stiftung getragen werden könnte. Mit dem Bau kann voraussichtlich frühestens Mitte 2020 begonnen werden, wenn die Sanierung des Mineralbads Berg beendet ist.

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