Berufsausbildung von Geflüchteten Einstiegsqualifizierung und 3+2-Regelung erleichtern den Start

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Perspektive
Der Großteil der Geflüchteten, die nach Deutschland kommen, ist sehr jung. Einen vielversprechenden Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt bietet ihnen die duale Berufsausbildung. Und als eine erfolgreiche Brücke in diese Ausbildung hat sich die sogenannte Einstiegsqualifizierung (EQ) erwiesen: Während eines sechs- bis zwölfmonatigen Langzeitpraktikums werden Jugendliche ­dabei speziell gefördert und auf eine Lehre vorbereitet. Ausbildung
Im zurückliegenden Ausbildungsjahr hatten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) bundesweit lediglich 3600 Flüchtlinge einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Die BA rechnet aber mit einem deutlichen Anstieg im kommenden Lehrjahr. Demnach seien momentan rund 21 000 junge Flüchtlinge ausbildungsreif.

Rechtslage
Arbeitgeber konnten sich lange Zeit nicht sicher sein, ob ein Flüchtling ohne anerkannten Asylstatus überhaupt lange genug hierbleiben darf, um seine Lehre zu beenden. Dieses Hemmnis ist mit Inkrafttreten des Integrationsgesetzes zum 31. Juli 2016 weggefallen. Seither gilt die sogenannte 3+2-Regelung. Das heißt, auch viele Flüchtlinge, deren Antrag auf Asyl abgelehnt wurde (Geduldete), dürfen während einer Ausbildung für die Dauer von drei Jahren sowie bei einer Übernahme für weitere zwei Jahre in Deutschland bleiben.