Berufskleidung ist besser als ihr Ruf Absolut anziehend!

Piloten sehen schneidig aus bei der Arbeit. Das können Sie auch. Foto: dpa

Individualität? Überbewertet! Die Garderobe der Kollegen ebenso. Ein Hoch auf die einheitliche Arbeitskleidung.  

Stuttgart - Manche müssen während der Arbeit Uniformen tragen, andere bevorzugen funktionale Kleidung und der Großteil der Berufstätigen überlegt sich jeden Morgen aufs Neue: Was ziehe ich denn eigentlich an? Die Pyjamahose ist schließlich nur im Homeoffice en vogue. Hier kommen sieben Gründe, weshalb das Berufsleben mit einheitlicher Arbeitskleidung viel, viel besser wäre.

 

1. Kleider machen Leute

Pilot, Kreuzfahrtkapitän oder hochdekorierter Offizier in Gardeuniform – ein bisschen scharf war das immer. Jetzt liegt’s an Ihnen, Ihrem Beruf ebenfalls den nötigen Glamour zu verleihen. Verhandeln Sie mit dem Arbeitgeber zusätzlich zur Arbeitskleidung schicke Abzeichen oder dezente Orden für „eine Woche nicht zu spät gekommen“, „Kaffeeküche aufgeräumt“ oder „einen Monat lang keine Abmahnung wegen schmieriger Flachwitze eingefangen“.

2. Die Produktivität steigern

Klar, der Urlaub war super und die legere Sommerkleidung hilft, den Schwung der Ferien mit ins Berufsleben zu nehmen. Das Problem: Die Signalwirkung allzu farbenfroher Hawaiihemden – beziehungsweise die anschließende Traumatherapie – hält die Kollegen unnötig von der Arbeit ab. Das ist in etwa vergleichbar damit, eine Minute lang in einen 5000-Watt-Strahler zu gucken. Danach muss sich selbst die größte Leuchte auf der Arbeit erst mal sammeln. Einen ähnlichen Effekt sagt man auch Trekking-Sandalen und lustigen Socken nach.

3 Noch mehr Produktivität

Natürlich, Roberto. Ein bisschen Spaß muss sein. Irgendwann ist aber auch gut damit, wir sind schließlich zum Arbeiten hier! Es ist der Arbeitsmoral nachweislich nicht zuträglich, wenn sich die Kollegen reihenweise totlachen – zum Beispiel über Ihre megalustigen Fun-Shirts: „Sumsen ist buper“, „G Punkt – Serviceteam“ oder „Das ist keine Wampe – das ist ein Feinkostgewölbe“. Oder: Bewerben Sie sich bei Mario Barth, da läuft das unter Arbeitskleidung.

4. Neue Arbeitsplätze

Da steckt Potenzial drin. Kein Unternehmen lässt sich gerne nachsagen, man würde die Mitarbeiter in Sackleinen kleiden. Das schafft Raum für eine eigene Abteilung im Unternehmen: Head of Style, Design Entrepreneur oder etwas in der Art. Dort werden dann beispielsweise todschicke modische Kurzarmhemden für Herren kreiert, die ihre Krawattenspitze beim Mittagessen immer in der Brusttasche verstauen. Firmen, die „Out of the Box“ denken, können auch Trikotsponsoren akquirieren – wie so ein Bundesligist.

5. Gut fürs Arbeitsklima

Nervig, wenn die Kollegen ständig fragen, ob Wandertag sei, nur weil Sie gerne diese bequemen Stiefel tragen. Und niemand wird mehr fragen, ob der Achtjährige Ihnen heute morgen wieder die Kleidung rausgelegt hat. Auch super: Der Kollege kann Ihnen nicht mehr vorwerfen, ihm in der Kantine aufs 140-Euro-Hemd gekleckert zu haben.

6. Wettbewerb ist wichtig

Wie oft haben Sie Ihre Arbeitsleistung mit jener der Kollegen verglichen? Nun gibt’s über das Fachliche hinaus Möglichkeiten, sich zu messen. Der Fußballer Mats Hummels zum Beispiel: Viele sagen, Schwarz-Gelb stünde ihm viel besser als Farbe Rot. Völlig verständlich, dass er lieber wieder bei Borussia Dortmund arbeiten will.

7. Die Kosten

Bislang verschleuderten eitle Kollegen ihr Gehalt für topmoderne Designer-Garderobe, um bei der Arbeit wie jemand zu wirken, der sehr reich ist, obwohl jedem in der Firma längst bekannt ist, dass man hier in zehntausend kalten Wintern nicht reich wird. Falls Ihnen von diesem Satz schwindelig wurde, keine Sorge: Das hört jetzt auf.

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