Betrug mit Kreditkarten Rechte und Pflichten von Karteninhabern

Von wüp 

Vorsicht Verbraucherschützer raten grundsätzlich, mit persönlichen Daten vorsichtig und zurückhaltend umzugehen. Gerade im Internet und bei Onlinegeschäften ist das Missbrauchsrisiko hoch. Das gilt besonders für Bank- und Kreditkartendaten. Allerdings ist die bequeme Abwicklung zum Beispiel von Flug- und Reisebuchungen am heimischen Computer meist nur möglich, wenn man die Daten angibt.

Prüfung Deshalb sollten Verbraucher die Kontoabrechnungen der Kreditkartenunternehmen und Banken sorgfältig und zeitnah überprüfen. Das wird gerne vernachlässigt, weil immer mehr Belege nur noch online abrufbar sind. Einer unklaren Transaktion sollte sofort widersprochen werden. Nur wer seine Abrechnungen genau prüft, kann betrügerische Abbuchungen entdecken.

Banken Es ist die Aufgabe der Banken und Zahlungssysteme, für Sicherheit zu sorgen. Verbraucher sind deshalb vor Schäden gesetzlich gut geschützt, vor allem durch den Paragrafen 675h im BGB. Grundsätzlich gilt: Wenn die Karte sachgerecht gehandhabt wird, muss der Inhaber im Betrugsfall nicht haften. Banken müssen Verbraucher im Schadensfall so stellen, als hätte es den Betrug nie gegeben. Das bedeutet, dass auch Dispo- und Schuldzinsen erstattet werden müssen, falls das Konto durch einen Missbrauchsfall ins Minus rutscht.

Haftung Jeder Karteninhaber hat jedoch auch Pflichten, deren Missachtung sehr teuer werden kann, weil dann doch eine Haftung für Schäden droht. So muss ein Kartenverlust oder Diebstahl unverzüglich der Bank oder Sperrannahmestelle angezeigt werden. Die Kontaktdaten werden bei der Ausgabe der Karte dem Kunden genannt. Auch wenn der Karteninhaber selbst in betrügerischer Absicht, mit Vorsatz oder grob fahrlässig handelt, muss er selbst für die entstandenen Schäden aufkommen. Keinesfalls darf etwa die Geheimnummer auf der Karte notiert werden. Solche Streitfälle landen nicht selten vor Gericht.

Zeitverzug Wer missbräuchliche Transaktionen erst mit Zeitverzug auf seinen Kontobelegen entdeckt, hat trotzdem Ansprüche auf Regulierung. Erst nach 13 Monaten läuft die Frist für die Meldung bei der Bank ab.

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