Bilanz Esslinger Weihnachts- und Mittelaltermarkt Warum die Händler und Besucher zufrieden sind

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Der Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt hat 2019 deutlich mehr Gäste angelockt als 2018. Das befürchtete Verkehrschaos blieb aus. Die Veranstalter ziehen eine rundum positive Bilanz des Großereignisses.

Das mittelalterlich gewandete Volk  lockt auch immer mehr Gäste aus Indien und Südamerika in die Esslinger Altstadt. Foto: Horst Rudel 7 Bilder
Das mittelalterlich gewandete Volk lockt auch immer mehr Gäste aus Indien und Südamerika in die Esslinger Altstadt. Foto: Horst Rudel

Esslingen - Zu Ende geht der Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt zwar erst am Sonntag, 22. Dezember, um 18 Uhr. Rund um den Postmichelbrunnen und in der Ritterstraße werden die Stände an diesem Tag sogar noch bis 20.30 Uhr geöffnet sein. Doch schon jetzt ziehen Michael Metzler, der Chef der Esslinger Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft (EST), und die Marktkoordinatorin Petra Pfeiffer eine überaus positive Bilanz des diesjährigen Großereignisses in der Esslinger Altstadt.

Anders als im Vorjahr, als das Besucherinteresse deutlich unter den damals widrigen Witterungsverhältnissen und einer vergleichsweise kurzen Dauer mit nur drei Marktwochenenden gelitten hatte, hat dieses Mal fast alles gestimmt. Schon die ersten zwei regenfreien Wochen haben laut Metzler dazu geführt, dass die Stimmung bei den Besuchern, aber auch bei den Marktleuten hervorragend gewesen sei. Schon jetzt verzeichneten viele Händler und gastronomische Betriebe deutlich höhere Umsätze als 2018.

Eindrücke vom Markt und den Künstlern gab es bereits bei der Eröffnungsshow:

Auch die Gastronomen sind mit dem Konzept glücklich

Das bestätigt auch der Stuttgarter Gastronom Jochim Kritz, der mit seinen Glühweinständen seit den Anfängen in den 70er Jahren beim Esslinger Weihnachtsmarkt dabei ist. Es sei diese außergewöhnliche Mischung aus historischer Altstadt, dem vielfältigen Angebot und den kulturellen Darbietungen, die ein komplett anderes Publikum nach Esslingen locke, als es beispielsweise auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt anzutreffen sei. „Wegen des Glühweins allein kommt niemand nach Esslingen“, beschreibt Kritz seine Beobachtungen.

Für Michael Metzler sind auch die Bewertungen bei Google ein sicheres Indiz dafür, dass Esslingen mit seinem Konzept nach wie vor in der richtigen Spur sei. Mehr als 2800 Bewertungen sind zu finden – und Esslingen erhält dabei einen herausragenden Wert mit 4,7 von 5 möglichen Punkten.

Gefreut haben sich Metzler und Pfeiffer aber auch über andere Dinge: Etwa, dass sich die Publikumsströme mittlerweile viel besser verteilt haben als in früheren Jahren. Kam es da regelmäßig an den Sonntagen wegen allzu heftigen Andrangs zur großen Drucketse, so kommen viele Menschen aus der Region mittlerweile offenbar unter der Woche. Besonders am späteren Abend sei der Markt manchmal besser besucht als an den Sonntagen.

Internationales Publikum

Und die Gäste reisen immer öfter mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Trotz der viel diskutierten Baustelle auf der Vogelsangbrücke ist es in diesem Jahr nicht zu längeren Staus bei der An- und Abreise vom Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt gekommen. Die Appelle, den Wagen daheim stehenzulassen, haben also offenbar gefruchtet.

Noch ein Plus gibt es aus Sicht der Veranstalter: Immer mehr Besucher aus Asien und Südamerika finden den Weg nach Esslingen. Vor allem in Indien scheint sich der außergewöhnliche Charme des Fests herumgesprochen zu haben. Zahlreiche Fernsehsendungen über Esslingen, die auch in anderen Ländern gesehen werden, befeuern diese Entwicklung. Für alle, die es nicht erwarten können: Der Mittelalter- und Weihnachtsmarkt 2020 beginnt am 24. November.