Der Porsche Tennis Grand Prix hatte bei seiner 47. Auflage vielleicht nicht sein Traumfinale. Doch die Paarung zwischen Elena Rybakina und Marta Kostyuk trübte aus Sicht der Veranstalter die gute Bilanz genauso wenig wie das frühe Ausscheiden der Deutschen. Die sportliche Leiterin Anke Huber sprach von einem „hochklassigem Tennis – vielleicht dem besten, das ich hier je gesehen habe.“
In der Tat bekamen die insgesamt 31 000 Zuschauer – so viele wie im Vorjahr – viele enge und lange Matches zu sehen. An vier Tagen war die Porsche Arena ausverkauft. Auch damit bewegen sich die Zahlen auf dem Niveau der Vorjahre. Die Organisatoren strebten an, die Halle künftig insbesondere an den ersten Turniertagen noch besser zu füllen, sagte Turnierdirektor Markus Günthardt. Der 66-Jährige nannte die Zahl von 74 Stunden Live-Tennis bei den übertragenden Sendern Eurosport und DAZN. Damit könne man als vergleichsweise kleines Turnier der 500er-Serie sehr zufrieden sein. Einschaltquoten lassen sich erst in einigen Tagen bemessen. Als sicher gilt nur, dass die für den Hauptsponsor bedeutende Veranstaltung vor allem an den Bildschirmen in Europa verfolgt wird.
Neu- oder Umbau der Schleyerhalle tangiert Tennisturnier
Zum Abschluss der Turnierwoche gab Günthardt einen Ausblick: „Das Thema Schleyerhalle hängt nach wie vor wie ein Damoklesschwert über uns“, sagte er. Der geplante Neu- oder Umbau der benachbarten Großarena komme dem Tennisturnier gehörig in die Quere. Ein zumindest temporärer Umzug der Veranstaltung steht nach wie vor im Raum. Im Moment, so Günthardts Eindruck, stecke „das Projekt Schleyerhalle aber in der Sackgasse“.
Konkreter sind die Planungen zur Neuvergabe der Namensrechte an der Porsche Arena. Sie enden nach 20 Jahren im September 2025 und haben ebenfalls Auswirkungen auf die Zukunft des Tennisklassikers. „Wir befinden uns dazu im engen Austausch mit der Stadt und der Betreibergesellschaft“, sagte ein Sprecher des Sportwagenbauers. Sollte die Arena künftig einen anderen Namen tragen, könnte der Porsche Tennis Grand Prix ins Wanken geraten – zumindest am Standort Stuttgart.