Böblingen/Sindelfingen Eine neue Trasse für die Flugfeldklinik

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Die Großbaustelle für das neue Krankenhaus auf dem Flugfeld wird gerade vorbereitet, bis zum Baubeginn dauert es jedoch noch eine ganze Weile.

Der erste Bagger ist schon da,  um die  Flugfeldklinik zu bauen. Foto: factum/Weise
Der erste Bagger ist schon da, um die Flugfeldklinik zu bauen. Foto: factum/Weise

Böblingen - Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen zwar erst in zwei Jahren, dennoch ist schon ein Bagger angerückt: Auf dem Flugfeld wird der Bau des neuen Klinikums vorbereitet. Auf dem Grundstück müssen Leitungen verlegt werden, die derzeit noch unter der Elly-Beinhorn-Straße verlaufen. Dazu heben die Bagger eine neue Trasse am nördlichen Rand des Grundstücks aus. Der Beschluss dafür wurde Mitte Juni im Planungs- und Bausausschuss gefasst. Für den Start der Baumaßnahmen im Jahr 2020 sei es notwendig, bereits jetzt die spätere Baugrube vorzubereiten, „um den straffen Zeitplan des Projekts einzuhalten“, teilte Roland Bernhard mit. „Jede Verzögerung würde sich schließlich in steigenden Baupreisen bemerkbar machen“, erklärte der Landrat.

Diese vorbereitenden Bauarbeiten dauern bis Ende November. Dafür sei es zeitweise notwendig, die Elly-Beinhorn-Straße und auch die Flugfeld-Allee für den Verkehr zu sperren. Fußgänger werden ebenfalls teilweise auf Umleitungen treffen. „Natürlich werden wir alles daran setzen, die Auswirkungen der Baumaßnahmen auf die Bewohner des Flugfeldes so gering wie möglich zu halten“, wird der Projektgeschäftsführer Harald Schäfer in der Mitteilung des Klinikverbunds Südwest zitiert.

Erste Grundrisse

Am 24. Juli sind die Bürger zu einer Informationsveranstaltung über die Vorplanung zum Neubau der Flugfeldklinik eingeladen: In der Aula der Gottlieb-Daimler-Schule 2 in Sindelfingen stellen Vertreter des Klinikverbunds gemeinsam mit den Städten Böblingen und Sindelfingen sowie den Architekten das Projekt vor und informieren über die nächsten Schritte. Dabei können die Teilnehmer Fragen zu den Entwürfen stellen.

Denn am 18. Juni hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht, als die Kreisräte die Vorplanung des Neubaus genehmigten. Die nun vorliegenden ersten Gebäudeentwürfe zeigen, wie das Klinikum funktional, gestalterisch und städtebaulich aussehen wird. Architekten und Fachpläner hätten gemeinsam mit den Ärzten, Pflegekräften und Mitarbeitern der Versorgungsbereiche erste Grundrisse erarbeitet. „Auch Anregungen aus den Bürgerbeteiligungsaktionen wurden umgesetzt“, heißt es in der Mitteilung. Die Flugfeldklinik wird nach neuesten Schätzungen mehr als 500 Millionen Euro kosten – allein 70 Millionen zusätzlich werden nach den neuesten Schätzungen aufgrund der Preissteigerungen im Baugewerbe fällig.




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