Borreliose-Infektionen im Südwesten Sozialminister Lucha fordert Meldepflicht

Von red/dpa/lsw 

Sozialminister Manne Lucha (Grüne) hat sich für eine bundesweite Meldepflicht von Borreliose-Infektionen ausgesprochen. Besonders der Südwesten gilt als Risikogebiet.

Der Südwesten gilt als Risikogebiet für Zecken. (Symbolbild) Foto: dpa
Der Südwesten gilt als Risikogebiet für Zecken. (Symbolbild) Foto: dpa

Stuttgart - Sozialminister Manne Lucha (Grüne) sagte in einer SWR-Sendung: „Eine Meldepflicht für Borreliose ergibt einen Sinn, weil wir epidemiologische Erkenntnisse gewinnen können, wenn wir nach bundeseinheitlichen Kriterien wissen, wie wir damit umgehen können“. Die Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“ wird am Donnerstagabend ausgestrahlt. Der Südwesten gilt als Risikogebiet für Zecken.

Symptome für Borreliose

Die am häufigsten von Zecken übertragene Infektionskrankheit ist dem Robert Koch Institut zufolge die Lyme-Borreliose, gegen die es aber Medikamente gibt. Unbehandelt kann die durch Borrelien-Bakterien verursachte Krankheit zu Spätfolgen wie Gelenk-, Herzmuskel- oder Nervenentzündungen führen. Borreliose beginnt oft mit einem roten Ring, der sich um den Zeckenstich herum bildet und immer größer wird.

Zecken sind auch bei heißen Temperaturen aktiv, wie der Experte des Naturschutzbundes Baden-Württemberg, Stefan Bosch, sagte. Sie halten sich demnach eher in Büschen und schattigen Wäldern auf, weil es dort feuchter und kühler sei.

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