Botnanger auf dem Weg zu Apple Das zweite Stipendium in der Tasche

Von Torsten Ströbele 

Sam Eckert reist am Montag wieder nach Amerika – auf Einladung von Apple. Der 17-Jährige programmiert Apps und diese stoßen beim kalifornischen Unternehmen auf Wohlgefallen.

In San Francisco 2015: Sam Eckert mit Apple-Chef Tim Cook Foto: privat
In San Francisco 2015: Sam Eckert mit Apple-Chef Tim Cook Foto: privat

Stuttgart-Botnang - Zwei Jahre ist es her, dass Sam Eckert eines von weltweit 350 Stipendien des kalifornischen Unternehmens Apple gewonnen hat. Der Gymnasiast aus Botnang war damals 15 Jahre alt.

Mittlerweile hat er sein schriftliches Abitur hinter sich gebracht – und nebenher weiter fleißig sogenannte Apps programmiert, die den Handy- und iPad-Nutzern das Leben verschönern beziehungsweise erleichtern sollen. Das Programmieren dieser Apps kann Sam Eckert so gut, dass er dieses Jahr schon wieder ein Stipendium bekommen hat.

Im Internet kursiert das Gerücht, dass sich wohl rund 1700 Leute auf eines der begehrten Stipendien beworben haben. Bestätigen möchte das bei Apple niemand. Aber die Plätze sind definitiv begehrt. Die Aufgabe, die das Unternehmen in diesem Jahr stellte, war, einen sogenannten Swift Playground zu gestalten. Diese neue App soll helfen, auf spielerische und unterhaltsame Art und Weise das Programmieren zu erlernen. Sam Eckert hat ein Lernspiel für Kinder kreiert, das beim Englisch lernen helfen soll. Die Idee, Umsetzung und Bewerbung kam bei Apple an.

Zuhause wartet das mündliche Abitur

Am Montag tritt der Botnanger nun seine Reise nach Amerika an. Gemeinsam mit seinen Eltern und seiner Schwester geht es zunächst nach Miami. Dort macht die Familie Urlaub, während Sam weiter nach San José fliegt – zur Entwicklerkonferenz von Apple, der Worldwide Developers Conference (WWDC). Hier werden unter anderem wieder die technischen Neuerungen des Unternehmens präsentiert. „Es gibt auch Vorträge, und man hat die Gelegenheit, mit Apple-Ingenieuren über seine eigenen Programme zu sprechen“, sagt Sam Eckert. Er hofft, in Amerika neue Kontakte knüpfen zu können und andere kreative Köpfe zu treffen, mit denen er sich austauschen kann. Dazu hat er bis zum 10. Juni Zeit. Dann geht es zurück nach Miami, um noch ein paar Tage Urlaub mit der Familie machen zu können.

In Botnang wartet dann das mündliche Abitur und die Vorbereitung auf einen Studienplatz. Sam Eckert würde gerne Interaktionsgestaltung an der Staatlichen Hochschule in Schwäbisch Gmünd studieren.

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