Bud-Spencer-Gedenkveranstaltung Vier Fäuste für eine Kindheitserinnerung

Bad-Spencer-Gedächtnisveranstaltung in der Gaststätte Eumel. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Bad-Spencer-Gedächtnisveranstaltung in der Gaststätte Eumel. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

In der Bar Eumel im Stuttgarter Westen wurde dem jüngst verstorbenen Schauspieler mit einer Gedenkveranstaltung gehuldigt.

Filderzeitung: Sandra Hintermayr (shi)
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Stuttgart - Die Filme aus der Kindheit: „Vier Fäuste für ein Halleluja“ oder „Zwei wie Pech und Schwefel“. Markige Sprüche und Fausthiebe kennzeichnen die Filme mit Bud Spencer und Terence Hill. „Ich habe die Filme schon mit sechs Jahren zusammen mit meinem Vater angeschaut“, erinnert sich Ingo Kessler, der Inhaber der Gaststätte Eumel. „Inzwischen habe ich viele davon bestimmt 30 Mal gesehen“, sagt Kessler. Spencer, der Mann mit den zerzausten Haaren und dem Vollbart, verbindet Generationen.

Zwei auf Leinwand gebannte Filmausschnitte zieren Kesslers im Mai 2015 eröffnete Bar an der Kornbergstraße 47 nahe des Hölderlinplatzes im Stuttgarter Westen. Der Tod des knurrigen Schauspielers im Juni traf Kessler als großen Fan hart. Kurzerhand entschloss er sich, eine Bud-Spencer-Gedenkveranstaltung im Eumel auszurichten. Mit Filmen, Filmmusik, Budweiser-Bier, Bohnen und Speck – natürlich serviert im Stahlpfännchen.

80 Menschen haben sich via Facebook angemeldet

„In den Filmen stecken Kindheitserinnerungen“, sagt Kessler. Das sehen auch die Gäste im Eumel so. Über Facebook hatten sich innerhalb kürzerster Zeit 80 ­Menschen für die Veranstaltung angemeldet, dazu kommen die Stammgäste der Bar. Unter den Gästen ist am Sonntagnachmittag Kathrin Meyer. Die junge Frau ist ­bekennender Bud-Spencer-Fan. „Eine ­Veranstaltung wie heute gab es bislang nicht in Stuttgart“, freut sich Meyer und lacht zusammen mit den anderen Besuchern, als der nächste Schurke auf der Leinwand eins auf die Mütze bekommt. „Die Filme sind einzigartig. Sie bringen ein Stück Kindheit zurück.“ Auch Noman ­Hasan möchte am Sonntag seinem „Kindheitsidol huldigen“, wie er sagt. „Ich bin mit den Bud-Spencer-Filmen aufgewachsen“, sagt der Mann, der wie sein Vorbild Vollbart trägt. Das besondere an den Streifen sei, dass man sie immer wieder anschauen könne, ohne gelangweilt zu sein. Neben den Erinnerungen, die wohl alle Gäste des Eumel am Sonntag mit dem legendären Filmstar verbinden, hat Hasan eine weitere Theorie für die Beliebtheit des italienischen Schauspielers, der mit bürgerlichem Namen Carlo Pedersoli hieß. „Bud Spencer ist vielleicht nicht der Hübscheste oder der Athletischste. Aber er ist authentisch, einfach ein Typ wie er in jedem von uns steckt“, sagt der Eumel-Stammgast.

Wegen des großen Zuspruchs plant Ingo Kessler für den Herbst einen zweiten Bud-Spencer-Abend. „Die Schlägereien gehören zwar zu jedem Film dazu, aber nicht so ­brutal, dass er nicht auch etwas für Kinder ist“, sagt Kessler. „Die Filme sind einfach für jede Altersklasse unterhaltsam. Egal ob man erst sechs oder bereits 76 Jahre alt ist“, so der Inhaber des Eumel.




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