Blick auf das Köngener Rathaus: Sechs Bewerber würden gerne einziehen (Archivfoto). Foto: Horst Rudel
Wer folgt Otto Ruppaner an die Verwaltungsspitze: Für die Wahl zum neuen Köngener Bürgermeister am 21. April gibt es mittlerweile sechs Bewerbungen. Anja Göttkerund Gabriel Ileri haben ihren Hut in den Ring geworfen.
Kerstin Dannath
12.03.2024 - 17:38 Uhr
Das Kandidatenkarussell um den Bürgermeisterposten in Köngen nimmt weiter Fahrt auf – mit Anja Göttker und Gabriel Ileri, beide kommen aus Köngen, haben sich zwei weitere Bewerber aus der Deckung gewagt. Die Wahl findet am Sonntag, 21. April, statt – zuvor hatten bereits der Oberboihinger Marcel Sersch, Michael Reichenäcker aus Unterensingen sowie der Köngener Tim Stober ihr Interesse an der Nachfolge von Otto Ruppaner, der mittlerweile als Oberbürgermeister nach Leinfelden-Echterdingen gewechselt ist, bekundet. Ein sechster Bewerber, der nach Angaben der Gemeindeverwaltung seine Unterlagen eingereicht hat, hat sich bis Redaktionsschluss noch nicht an die Öffentlichkeit gewandt.
Anja Göttker Foto: privat
Anja Göttker ist 58 Jahre alt und wohnt seit zehn Jahren in Köngen. „Ich will aktiv an der Weiterentwicklung des Ortes mitarbeiten“, sagt die Speditionskauffrau. Sie verfolge das kommunalpolitische Geschehen seit Jahren intensiv, hat sich nach eigenem Bekunden bislang aber noch nie um ein politisches Amt beworben. Köngen und die Köngener kenne sie gut, schließlich habe sie über zehn Jahre Zeitungen im Ort ausgetragen. Zu ihren wichtigsten Aufgaben im Falle ihrer Wahl will sie sich indes noch nicht äußern: „Mir ist zunächst wichtig zu hören, was die Köngener wirklich bewegt.“ Dazu werde sie in den nächsten Wochen von Tür zu Tür gehen und mit den Leuten persönlich sprechen.
Gabriel Ileri Foto: privat
Gabriel Ileri ist 33 Jahre alt und ist bereits als Kleinkind nach Köngen gezogen. „Das ist meine Heimat hier“, erklärt er. Deshalb sei es ihm auch so wichtig, sich zu engagieren. Er arbeitet als Beamter im gehobenen Dienst bei der Bundeswehr, bei der er auch studiert hat. Stationiert ist Ileri in der Theodor-Heuss-Kaserne in Stuttgart und leitet als Diplomverwaltungswirt dort die Abteilung für Finanzen. Im Falle einer Wahl würde er laut eigener Aussage sehr zeitnah vom Bund freigestellt. Ihm liegen besonders die Themen Sicherheit und Versorgung am Herzen. Auch die Flüchtlingsthematik beobachtet er intensiv. „Vielen Köngener brennt das Thema unter den Fingernägeln“, sagt Ileri mit Blick auf die große vorläufige Unterkunft des Landes, die bald in Köngen eröffnen wird.
Wie bislang alle Bewerber um den Köngener Chefsessel sind sowohl Ileri als auch Göttker parteilos und wollen das im Falle ihre Wahl auch bleiben.