Bundesamt für Verfassungsschutz Alice Weidel will AfD-Einstufung als Verdachtsfall anfechten

Alice Weidel will die Einstufung der AfD als Verdachtsfall nicht hinnehmen. Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Alice Weidel will die Einstufung der AfD als Verdachtsfall nicht hinnehmen. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die gesamte AfD als rechtsextremistischen Verdachtsfall eingestuft. AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel will juristisch dagegen vorgehen.

Stuttgart - Die AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel will juristisch gegen die Einstufung der AfD als Verdachtsfall durch das Bundesamt für Verfassungsschutz vorgehen. „Der Verfassungsschutz agiert in der Frage der AfD rein politisch“, sagte die baden-württembergische AfD-Landesvorsitzende am Mittwoch der dpa in Stuttgart. „Das ist angesichts der bevorstehenden Wahlen in Land und Bund in diesem Jahr besonders bemerkenswert.“ Gegen die Einstufung der AfD werde man juristisch vorgehen. „Ich bin mir sicher, dass eine solche Einstufung der AfD vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand haben wird.“

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die gesamte AfD als rechtsextremistischen Verdachtsfall eingestuft. Nach dpa-Informationen setzte der Präsident der Behörde, Thomas Haldenwang, die Landesämter für Verfassungsschutz darüber am Mittwoch in einer internen Videokonferenz in Kenntnis. Wegen eines laufenden Gerichtsverfahrens äußert sich das Bundesamt derzeit nicht öffentlich zu der Frage der Einschätzung der AfD. Zuvor hatten der „Spiegel“ und mehrere andere Medien über die Einstufung berichtet.




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