Corona-Impfstoff von Novavax Novavax-Impfstoff – Nebenwirkungen und Impfreaktionen

Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Novavax steht während einer Studie im St. George’s University Hospital in London auf einem Tisch bereit. Foto: AP/dpa/Alastair Grant
Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Novavax steht während einer Studie im St. George’s University Hospital in London auf einem Tisch bereit. Foto: AP/dpa/Alastair Grant

In Deutschland wird bisher mit vier Corona-Impfstoffen gearbeitet. Jetzt hat auch der US-Hersteller Novavax eine Zulassung seines Vakazins bei der Europäische Arzneimittel-Agentur Ema beantragt.

Leben: Markus Brauer (mb)
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Amsterdam - Der Impfstoff-Kandidat des US-Herstellers Novavax bietet nach Unternehmensangaben einen hohen Schutz vor Covid-19. Die Wirksamkeit des Mittels namens Nuvaxovid (NVX-CoV2373) liegt laut Novavax nach den Ergebnissen einer Studie bei 90,4 Prozent. Nach einem Zulassungsantrag bei der WHO Anfang November hat das Pharmaunternehmen nun auch die Zulassung in der EU und damit bei der Europäischen Arzneimittelagentur (Ema) beantragt.

Nuvaxovid ist ein Totimpfstoff

Das Novavax-Produkt ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff – wie die Präparate von Biontech und Moderna – noch ein Vektor-Impfstoff wie die von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Wie alle Impfstoffe soll Nuvaxovid das Immunsystem auf eine mögliche Infektion vorbereiten.

Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen. Das Coronavirus nutzt dieses Protein, um an die Körperzellen anzudocken und die Aufnahme in die Zelle zu vermitteln. Das Coronavirus braucht daher das Spike-Protein, damit es eine Zelle befallen kann.

Novavax ist ein US-amerikanisches Pharmaunternehmen, das auf die Entwicklung von Impfstoffen spezialisiert ist. Es hat seinen Hauptsitz in Gaithersburg im US-Bundesstaat Maryland.

So funktioniert Nuvaxovid

Nuvaxovid ist ein Totimpfstoff: Totimpfstoffe enthalten abgetötete Krankheitserreger, die sich nicht mehr vermehren können, oder auch nur Bestandteile der Erreger. Diese werden vom Körper als fremd erkannt und regen das körpereigene Abwehrsystem zur Antikörperbildung an, ohne dass die jeweilige Krankheit ausbricht.

Zu den Totimpfstoffen gehören etwa Impfstoffe gegen Diphtherie, Hepatitis B, Kinderlähmung, Keuchhusten und Tetanus.

So könnte Nuvaxovid vor dem Coronavirus schützen

In einer Studie mit rund 30 000 Teilnehmern in den USA und Mexiko zeigte das Vakzin eine Wirksamkeit von mehr als 93 Prozent gegen die vorherrschenden Virusvarianten, wie Novavax mitteilt.

Der Impfstoff schützte Studienteilnehmer, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf hatten, demnach zu 91 Prozent und zeigte eine Wirksamkeit von 100 Prozent bei der Vorbeugung mittelschwerer und schwerer Covid-19-Fälle. In Studien zeigte das Vakzin zudem ein günstiges Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil.

Das sind mögliche Nebenwirkungen von Nuvaxovid

Generell sei die Impfung gut vertragen worden, heißt es von dem Unternehmen. Teilnehmer berichteten demnach über zeitweilige Schmerzen an der Einstichstelle sowie Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen. Der Covid-19-Impfstoff von Novavax wird in zwei Impfdosen verabreicht, die im Abstand von 21 Tagen gespritzt werden.

Stand des Zulassungsverfahrens

In der EU läuft seit Februar ein beschleunigtes Prüfverfahren. Jetzt hat Novavax auch einen Zulassungsantrag bei der Ema gestellt. Die in Amsterdam ansässige EU-Arzneimittelbehörde teilte am Mittwoch (17. November) mit, sie habe bereits mit der Prüfung begonnen und werde aufgrund eines beschleunigten Verfahrens voraussichtlich schon in „einigen Wochen“ eine Entscheidung bekanntgeben.

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