CSD beklagt „Hasskriminalität“ Regenbogen-Fahne in der Stuttgarter Altstadt verbrannt

Die Asche und die  Reste der Regenbogenfahne vor dem Kulturkiosk im Züblin-Parkhaus. Foto: Sara /ahme
Die Asche und die Reste der Regenbogenfahne vor dem Kulturkiosk im Züblin-Parkhaus. Foto: Sara /ahme

Unbekannte haben die Regenbogen-Fahne des Kulturkiosks vor dem Züblin-Parkhaus heruntergerissen und verbrannt. Der CSD ist „entsetzt“ und beklagt „wachsende Hasskriminalität“ in Stuttgart gegen queere Menschen.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)
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Stuttgart - In der Nacht auf Samstag haben Unbekannte eine große Regenbogen-Fahne in der City vom Kulturkiosk des Züblin-Parkhauses heruntergerissen und davor verbrannt. „Wir hatten noch nie irgendwelchen Vandalismus“, sagt Sara Dahme, „und sind fassungslos.“ Die Betreiberin der Kultureinrichtung im Leonhardsviertel fand Asche und bunte Fahnenreste vor. Umgehend hat sie Strafanzeige bei der Polizei gestellt.

Detlef Raasch: „Wir lassen uns nicht unterkriegen!“

Detlef Raasch, Vorstandsmitglied der Stuttgarter Interessengemeinschaft CSD, ist ebenfalls entsetzt. Auch wenn man noch nichts über die Hintergründe wisse und wer die Täter seien, müsse dieser Vorfall als Warnung angesehen werden. „Dass ausgerechnet in der CSD-Woche, die am Samstag mit der Demonstration durch die City ihren Höhepunkt erlebt, so etwas passiert, dürfte kein Zufall sein“, sagt Raasch. Die Regenbogenfahne ist das Symbol für Toleranz und Akzeptanz verschiedener Lebensformen.

Schon beim Rathausempfang hatte der CSD-Sprecher beklagt, dass Hasskriminalität gegen Schwule, Lesben, Trans- und Intersexuelle in Stuttgart zugenommen habe – womöglich als Reaktion auf die breite gesellschaftliche Unterstützung der Diversität, die sich vielfach als selbstverständlich durchgesetzt habe. „Wir hören immer öfter wieder von hämischen Witzen und Mobbing gegen queere Menschen“, klagt er. Der Kulturkiosk bekommt vom CSD nun eine noch größere Regenbogen-Fahne zum Aufhängen. Raasch: „Wir lassen uns nicht unterkriegen!“




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