Das Capri in Leonberg ist umgezogen Ein Restaurant wie ein Wohnzimmer
Das Capri ist umgezogen. Statt im Seedammcenter finden die Gäste die Wirtschaft nun in den Räumlichkeiten des früheren Sollerbeck – die man komplett entkernt und umgestylt hat.
Das Capri ist umgezogen. Statt im Seedammcenter finden die Gäste die Wirtschaft nun in den Räumlichkeiten des früheren Sollerbeck – die man komplett entkernt und umgestylt hat.
Eigentlich sei er ja bloß der „freundliche Kellner“. Doch Justas Grigula ist weit mehr als das. Wenn es um das Leonberger Restaurant Capri geht, kommt vielen Gästen – neben der Fülle an italienischen Gerichten – vor allem das Gesicht des 32-Jährigen in den Sinn. Das war schon so, als die Gaststätte noch im Seedammcenter war. Und das hat sich auch seit dem 1. Februar am neuen Standort nicht geändert. Denn das Capri ist umgezogen – nach Eltingen in die ehemalige Wirtschaft „Zum Sollerbeck“.
Dort, in der Hindenburgstraße, ist nichts mehr, wie es einst war. Wurden die Sollerbeck-Gäste einst von einer liebevoll drapierten, aber unendlich großen Menge rustikalem Deko-Kleinkram fast erschlagen, herrscht nun Eleganz vor. Nur der Ofen steht noch in der Mitte des Raumes. Aber es gibt keine Bänke mehr, das Wandbild ist übermalt worden. Die Tische sind mit weißen Decken versehen, Kerzen stehen darauf. Zwischen den Stühlen wuselt die kleine Hündin Luna hindurch. Sie gehörte auch schon vor dem Umzug fast zum Inventar. „Es war von vorneherein klar, dass hier alles auf links gedreht wird“, sagt Justas Grigula. Jetzt sei es gleich wie das alte Capri. „Aber doch anders. Kuscheliger. Wie ein kleines Wohnzimmer.“
Einzig der Türgriff mit der Brezel ist geblieben. „Den lassen wir auch vorerst so“, versichert Grigula, als er vom Umzug und von den Veränderungen erzählt. Etwa zwei Wochen habe man gebraucht, bis die Wirtschaft entkernt gewesen sei. Weggeschmissen habe man aber nur wenig. „Bernd Soller hat fast alles mitgenommen.“ Er hatte seine gut laufende Gaststätte 18 Jahre lang betrieben, am 31. Dezember war schließlich Feierabend.
Soller war zudem fast so etwas wie ein Stammgast im Capri. Das wird sich wohl auch in Zukunft nicht ändern. Man kennt sich – und schätzt sich. Beinahe 13 Jahre war das Restaurant im Seedammcenter. Der letzte Tag dort war der 26. Dezember. „Und es war jetzt auch nicht so, dass wir dringend hätten umziehen müssen“, betont Grigula. Allerdings sei es mit der Laufkundschaft am alten Platz recht schwierig gewesen. So fällt es für die Betreiber auch eher wenig ins Gewicht, dass der neue Gastraum nur noch gut halb so groß ist wie der vormalige. Von 75 Plätzen hat man sich nun auf knapp 40 verkleinert. Und die Stammgäste? Die hat man quasi gleich mit umgezogen.
Zu viert ist man nach wie vor. Audrius Dragunas ist der eigentliche Chef, hält sich aber in der Küche eher im Hintergrund. Seine Frau Raminta Dragune ist gemeinsam mit Justas Grigula für den Service zuständig, in der Küche arbeitet außerdem noch Rima Vanacore. Das Quartett hat einen guten Start an neuer Wirkungsstätte hingelegt. Zumal sie einiges auch gar nicht zu verändern brauchten. Die Küche ist ähnlich groß wie die im Seedammcenter. So mussten auch keine Anpassungen an der umfangreichen Speisekarte her. Justas Grigula muss grinsen. „Können Sie sich vorstellen? Es hat tatsächlich schon mal jemand gesagt, dass die Karte zu klein sei.“ Die Wirklichkeit sieht anders aus: Würde man das Capri jeden Tag besuchen, könnte man rund zwei Monate lang täglich ein anderes Hauptgericht verzehren – von Pizza über Pasta bis hin zu Fisch- und Fleischgerichten.
„Viele Gäste kommen auch wieder zu uns, weil wir hier endlich eigene, kostenlose Parkplätze direkt vor der Tür haben“, vermutet Justas Grigula. So müssten die Besucher nicht mehr im Parkhaus unter der Altstadt parken und dafür Geld bezahlen.