Das alternative Dreikönigstreffen der AfD Stuttgart hat am Mittwoch mit einer Verzögerung von rund 20 Minuten begonnen. Rund 200 Demonstranten stellten sich vor die Eingänge des Kursaals.

Lokales: Christine Bilger (ceb)

Das alternative Dreikönigstreffen der AfD Stuttgart hat Mittwochnachmittag mit einer Verzögerung von rund 20 Minuten begonnen. Rund 200 Demonstranten, die dem Aufruf des Antifaschistischen Aktionsbündnisses Stuttgart gefolgt waren, stellten sich vor die Eingänge des Kursaals und blockierten diese. Über einen Hintereingang und durch die Tiefgarage kamen rund 250 Interessenten und Mitglieder jedoch in den Saal. Hauptredner war der AfD-Vize Alexander Gauland.

Der AfD-Stadtrat und Landesparteisprecher Lothar Maier erklärte, es seien bei Auseinandersetzungen mit Demonstranten Gäste der AfD verletzt worden. „Davon ist uns nichts bekannt“, sagte ein Polizeisprecher nach der Veranstaltung. Die Demonstranten berichteten hingegen von „Schubsern“ der Polizei und von handgreiflichen AfD-Gästen. Im Saal wiederum nannte man die Versammlungsteilnehmer des Antifaschistischen Aktionsbündnisses „Feinde der Versammlungsfreiheit“. Dass Fensterscheiben des Kleinen Kursaals eingeworfen worden waren, wertete die AfD als Angriff auf ihre Veranstaltung. „Das ist am Mittwochmorgen passiert“, bestätigte der Polizeisprecher. Weiterer Erkenntnisse gebe es noch nicht.

Die Versammlung vor dem Kursaal löste sich gegen 15 Uhr auf, rund 100 Teilnehmer zogen laut Polizei in einer Spontandemo ins Cannstatter Zentrum. Insgesamt waren rund 200 Gegner der AfD gekommen.