Designer Michael Geldmacher Wie politisch darf Design sein?

Von Franziska Horn 

Designer sollen nicht nur funktional interessante Dinge entwerfen, sondern auch Haltung zeigen und eine Gesellschaft verändern wollen, sagt Michael Geldmacher. Der Designer arbeitet für renommierte Firmen und engagiert sich für Projekte mit Geflüchteten.

Gepolsterter Loungesessel „Layer“ für die italienische Firma Billiani von dem viel gefragten Münchner Designer Michael Geldmacher. Auch hier wirkt das Prinzip des Minimalismus, das Geldmachers Entwürfe auszeichnet – weniger ist mehr. Foto: Hersteller 20 Bilder
Gepolsterter Loungesessel „Layer“ für die italienische Firma Billiani von dem viel gefragten Münchner Designer Michael Geldmacher. Auch hier wirkt das Prinzip des Minimalismus, das Geldmachers Entwürfe auszeichnet – weniger ist mehr. Foto: Hersteller

München - Wie politisch ist Design? Soll ein Designer überhaupt politisch sein? „Natürlich“, findet Michael Geldmacher. „Das heutige Schweigen der kreativen Klasse ist – bis auf die üblichen Verdäch­tigen – ziemlich skandalös“, sagt der Gestalter. „Welche Designer ergreifen denn heute noch Partei?“ Wer mit dem Münchner diskutiert, darf gerne den eigenen Standpunkt vertreten zu Aspekten wie Grundeinkommen, Volkswohl oder Neoliberalismus, kurz: zur Frage, wie wir leben wollen.

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