Digitalisierung in Filderstadt Wofür das viele Geld gebraucht wird

Von Claudia Leihenseder 

Filderstadt hat bei einem Förderwettbewerb teilgenommen, in dem es um Digitalisierungsstrategien ging – und gewonnen. Was passiert nun mit dem Geld?

Das Digitalisierungsprojekt ist zunächst bis 2025 angelegt. Foto: Claudia Leihenseder
Das Digitalisierungsprojekt ist zunächst bis 2025 angelegt. Foto: Claudia Leihenseder

Filderstadt - Alle reden von der Digitalisierung. Doch wie diese in einer Kommune konkret aussehen soll, dem versuchen derzeit einige Stadtverwaltungen auf die Spur zu kommen. Die Stadt Filderstadt hat nun die ersten Schritte in die digitale Zukunft gemacht. Kurz vor Weihnachten ist die Große Kreisstadt zur sogenannten „Future Community“ geworden. Das heißt konkret: Filderstadt hat bei einem Förderwettbewerb des Landes mit dem Titel „Gemeinde, Städte und Landkreise 4.0 – Future Communities 2019“ mitgemacht und als eine von 29 Kommunen gewonnen. Das damit verbundene Preisgeld: 35 833,34 Euro.

„Wir wollen nun ein externes Unternehmen damit beauftragen, eine Digitalisierungsstrategie mit uns zu erarbeiten“, sagt Waldemar Kolb, Leiter des Haupt- und Personalamts. Gemeinsam mit dem Gemeinderat und der Bürgerschaft will die Verwaltung sich dem Thema nähern. „Die Maßnahmen und Projekte sollen an den Bedarfen der Bevölkerung ausgerichtet sein, damit diese den digitalen Wandel spür- und sichtbar erleben kann“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Es wurde sogar eine neue Stelle geschaffen

Damit dies auch gelingt, schafft Filderstadt in diesem Jahr eine neue Stelle eines Digitalisierungsbeauftragten in der Entgeltgruppe EG 11, die im Sachgebiet Organisation beim Haupt- und Personalamt angesiedelt werden soll. Ob noch mehr Personal benötigt wird, soll sich im Verlauf des Digitalisierungsprojekts, das zunächst bis 2025 angelegt ist, herausstellen.

Bereits in einer Beschlussvorlage für den Gemeinderat von Filderstadt aus dem vergangene Sommer hatte die Stadtverwaltung eine Strategie vorgestellt, wie sie die Digitalisierung in der Kommune anpacken und Schritt für Schritt umsetzen möchte: Nach der politischen Willensbildung, die inzwischen erfolgt ist, wird es zunächst eine Ist-Analyse geben, und erste Ideen sollen gesammelt sowie Ziele formuliert werden.

Umfragen, Zukunftswerkstätten, Betriebsbesichtigungen

In einem nächsten Schritt des Entwicklungsprozesses steht die Beteiligung der Bürgerschaft und von Vertretern aus Wirtschaft, Handel, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt. Dabei soll es niederschwellige und bürgernahe Veranstaltungen geben, auch Umfragen oder Zukunftswerkstätten und Betriebsbesichtigungen, um herauszufinden, wo und wie die Digitalisierung Bürger, Wirtschaft und Verwaltung weiterbringen und Prozesse erleichtern kann.

Der nächste Baustein im Projekt sieht vor, dass die Stadtverwaltung und der Gemeinderat aus den gesammelten Vorschlägen und Ideen die organisatorisch und finanziell machbaren Projekte auswählt. Im Mittelpunkt des Großprojekts soll unter anderem stehen, die erforderliche Infrastruktur zu schaffen und die Verwaltungsabläufen anzupassen.




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