Diskussionen in der CDU Schäuble und Spahn grundsätzlich für eine Frauenquote

Wolfgang Schäuble sieht genau wie Jens Spahn prinzipiell nichts gegen eine Frauenquote sprechen. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka
Wolfgang Schäuble sieht genau wie Jens Spahn prinzipiell nichts gegen eine Frauenquote sprechen. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Einige männliche CDU-Spitzenpolitiker sprechen sich grundsätzlich für eine Frauenquote in der Partei aus. Man könne mit der aktuellen Situation nicht zufrieden sein.

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Berlin - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) haben sich grundsätzlich für eine Frauenquote in der CDU ausgesprochen. „Die Union hat hier Nachholbedarf“, sagte Schäuble der Wochenzeitung „Die Zeit“ laut einer Vorabmeldung vom Mittwoch. Zum bestehenden Quotenvorschlag sagte er: „Solange uns nichts Besseres einfällt, ist der Vorschlag der stufenweisen Einführung von Quoten in der Partei Teil einer pragmatischen Lösung.“

Spahn bezeichnete es als „richtig und wichtig“, die Debatte zu führen. „Mit dem aktuellen Frauenanteil in unseren Reihen können wir als Volkspartei nicht zufrieden sein“, sagte der Gesundheitsminister. Er befürworte „das Ansinnen hinter dem Antrag, dass die CDU sich energisch um mehr Frauen in Verantwortung bemüht“. Wichtig sei ihm eine Regelung, „die von der Breite der Partei getragen wird“.

Die Satzungskommission der CDU hatte nach langer Debatte für die Einführung einer verbindlichen Frauenquote innerhalb der Partei gestimmt. Bis 2025 müssen nach diesem Vorschlag Parteivorstände ab Kreisebene je zur Hälfte mit Männern und Frauen besetzt sein. Das letzte Wort über die Frauenquote haben jedoch die Delegierten auf einem CDU-Parteitag im Dezember. Die Zustimmung gilt als keineswegs ausgemacht.




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