Ehninger Vogelnest Alte Absperrbänder als Symbol der neuen Freiheit

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Die Skulptur an der Autobahn A 81 bei Ehningen ist mal wieder mit der Zeit gegangen: Tausende rot-weiße Absperrbänder wurden an dem Korb angebracht. Sie sollen für die neuen Lockerungen in der Corona-Pandemie stehen.

Neu in Szene gesetzt: das Vogelnest Foto: Landratsamt BB/ANDREAS SPORN PHOTOGRAPHY
Neu in Szene gesetzt: das Vogelnest Foto: Landratsamt BB/ANDREAS SPORN PHOTOGRAPHY

Ehningen - Die Vogelnest-Skulptur bei Ehningen geht wieder mit der Zeit: Ihr Erschaffer Mathias Schweikle hat sie neu in Szene gesetzt. Jetzt flattern Tausende rot-weiß gestreifter Bänder, die zuvor Spielplätze, Sportstätten oder andere öffentliche Flächen abgesperrt haben, an dem Nest. Der Künstler hat sie bei Bauhöfen im Kreis Böblingen und seiner Heimat bei Pfalzgrafenweiler eingesammelt. „Die Corona-Krise ist allgegenwärtig, und die Absperrbänder wurden zum Synonym für die Einschränkungen“, erklärt er seine Idee. Jetzt komme es schrittweise zu Lockerungen, die Bänder, die bisher die Menschen eingeengt hätten, flatterten frei im Wind und symbolisierten die zurückgewonnene Freiheit.

Ein Aushängeschild der Sculptoura

Das Vogelnest ist eines der Aushängeschilder der Sculptoura, dem Skulpturenradweg durch den Kreis Böblingen. In den letzten Wochen hatte es sich, passend zu den Ostertagen, in ein überdimensional großes Osternest verwandelt. Nun wurde es von seinem Erschaffer, dem Landschaftskünstler Mathias Schweikle, neu in Szene gesetzt. Der Landrat Roland Bernhard freut sich über die Neu-Inszenierung am Vogelnest: „Das Nest fällt vielen Menschen ins Auge und es ist schön, dass es sich immer wandelt. Die Bänder mögen uns daran erinnern, wie vorsichtig wir mit den zurückkehrenden Freiheiten umgehen sollten – und auch, wie wertvoll diese sind“, sagte er. Für den neuen Ehninger Bürgermeister Lukas Rosengrün ist es die erste „Vogelnest-Verwandlung“ seiner Amtszeit. Aber auch er kennt das Nest und weiß: Die regelmäßigen Veränderungen werden stark wahrgenommen und geschätzt. Es gibt viele positive Rückmeldung dazu.

In den nächsten Wochen flattern die Bänder, die bisher eingeengt haben, also frei im Wind. Bleibe zu hoffen, dass diese Freiheit – im übertragenen Sinne – sich zurück zur Normalität entwickelt, teilt das Landratsamt mit.




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