Elektromobilität Warum 15.000 Ingenieure eine neue Aufgabe brauchen

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Die Abkehr vom Verbrennungsmotor führt dazu, dass viele Hochqualifizierte wieder zur Uni müssen, sagt Martin Schwarz-Kocher, der Chef des arbeitnehmernahen Imu-Instituts in Stuttgart. Er fordert eine eigene Hochschule. Das zuständige Ministerium sieht das anders.

Wie funktioniert E-Mobilität? Ingenieure, die bisher vor allem den Diesel kennen,  müssen umlernen. Foto: dpa/Christophe Gateau
Wie funktioniert E-Mobilität? Ingenieure, die bisher vor allem den Diesel kennen, müssen umlernen. Foto: dpa/Christophe Gateau

Stuttgart - Der Trend hin zum Elektroauto führt zu einem riesigen Qualifizierungsbedarf bei Beschäftigen, die sich bisher mit Verbrennungsmotoren beschäftigt haben. Bis 2030 werden zwischen 10 000 und 15 000 Beschäftigte, die aktuell mit der Entwicklung rund um Diesel- und Benzinfahrzeuge in Baden-Württemberg beschäftigt sind, ein komplett neues Berufsbild brauchen, sagt Martin Schwarz-Kocher, Geschäftsführer des arbeitnehmernahen Imu-Instituts in Stuttgart. Vor allem der Großraum Stuttgart ist tangiert, weil gut 60 Prozent der betroffenen Entwickler hier ansässig sind.