Elena Ferrante im Mannheimer Theater „Meine geniale Freundin“ auf der Bühne

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Mit ihrer Neapel-Saga hat Elena Ferrante einen Welthit gelandet. Nachdem es die Serie zum Romanzyklus schon gibt, kommen jetzt die Theaterstücke: Am Samstag kommt „Meine geniale Freundin“ im Mannheimer Nationaltheater als deutsche Erstaufführung heraus.

Sie klammert sich an die geniale Freundin: Lorena Handschin als Lila im Mannheimer Nationaltheater. Foto: Hans-Jörg Michel
Sie klammert sich an die geniale Freundin: Lorena Handschin als Lila im Mannheimer Nationaltheater. Foto: Hans-Jörg Michel

Stuttgart - Alle wollen am Welterfolg teilhaben: Nachdem es die Fernsehserie zur neapolitanischen Saga von Elena Ferrante schon gibt, wollen jetzt auch die Theaterstücke die Bühne erobern. An diesem Samstag, 19 Uhr, feiert „Meine geniale Freundin“ im Mannheimer Nationaltheater seine deutsche Erstaufführung. Erzählt werden die ersten beiden Teile des Romanzyklus, also neben der titelgebenden „Genialen Freundin“ auch die „Geschichte eines neuen Namens“. Teil drei und vier sind als Fortsetzung für die Spielzeit 2019/20 geplant, ebenfalls unter der Regie von Felicitas Brucker.

Das vierbändige Epos der unter Pseudonym schreibenden Ferrante erzählt die Geschichte der Mädchen Lila und Elena, die seit der gemeinsamen Kindheit in einem ärmlichen Viertel Neapels eine ungewöhnliche Freundschaft verbindet. Die Romane erzählen vom Wert der Bildung sowie dem Versuch der Emanzipation aus einer von Männern dominierten Gesellschaft, die von Gewalt und Korruption geprägt ist. Zugleich spannen sie einen Bogen über mehr als sechzig Jahre Zeitgeschichte und schildern Nachkriegsgeschichte von der Zeit des Wirtschaftswunders bis zur Studentenbewegung der sechziger Jahre aus einer nicht-deutschen Perspektive. Zur „Genialen Freundin“ schrieb der Kritiker unserer Zeitung: „Passagen dieser Kindheitsgeschichte verschlingt man mit einer Gier, die an die Intensität und das Glück prägender Lektüre-Erlebnisse erinnert – was auch daran liegt, dass Ferrante eine Erzählhaltung wählt, welche die kindliche Perspektive mit einem Weitblick verbindet, den man einer Geschichtsprofessorin zubilligen würde. Und so ist dieses Buch mehr als ein Hype: Es ist ein Stück Weltliteratur.“

Ferrantes Romanzyklus ist mittlerweile auch als Fernsehserie verfilmt worden. Die von HBO und dem italienischen Sender Rai koproduzierte Serie besteht aus vier Staffeln mit jeweils acht Folgen.




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