EnBW-Untersuchungsausschuss Mappus rechtfertigt sein Verhalten

Von dpa 

Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hat sein Verhalten beim umstrittenen Rückkauf der EnBW-Anteilen durch das Land vor dem Untersuchungsausschuss erneut gerechtfertigt.

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Stuttgart - Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hat sein Verhalten beim umstrittenen Rückkauf der EnBW-Anteilen durch das Land erneut gerechtfertigt. Die Idee, das Milliardengeschäft im Herbst 2010 am Stuttgarter Landtag vorbei einzufädeln, sei von den Anwälten der Anwaltskanzlei Gleiss Lutz gekommen, sagte Mappus am Freitag im EnBW-Untersuchungsausschuss des Landtags. Gleiss Lutz habe den Weg gesucht, als gangbar betrachtet und selbst vorgeschlagen. Mappus widersprach damit dem Gleiss-Lutz-Anwalt Martin Schockenhoff, der im April 2012 im Untersuchungsausschuss ausgesagt hatte, dass der Vorschlag von Mappus gekommen sei und die Kanzlei das Vorgehen nur geprüft habe.

Mappus bekräftigte: „Wären von Gleiss Lutz Zweifel an der Gangbarkeit dieses Rechtswegs geäußert worden, hätte ich diese Transaktion gleich abgebrochen.“ Der Landtagsausschuss soll die Umstände der Transaktion im Dezember 2010 klären. Er soll insbesondere die Frage beantworten, ob der vom Land gezahlte Kaufpreis von 4,7 Milliarden Euro für das Aktienpaket des Karlsruher Energieversorgers EnBW von rund 45 Prozent angemessen war.