Energie in Stuttgart Der Strom hat nun sein eigenes Netzwerk

Die Geschäftsführer Harald Hauser, Arvid Blume und Klaus Brändle (von links) präsentieren das Logo der neuen Stuttgarter Netzgesellschaft. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Die Geschäftsführer Harald Hauser, Arvid Blume und Klaus Brändle (von links) präsentieren das Logo der neuen Stuttgarter Netzgesellschaft. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die „Stuttgart Netze Betrieb GmbH“ ist das jüngste Dienstleistungsunternehmen in der Landeshauptstadt. Das Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Stuttgart GmbH und der Netze BW GmbH sorgt dafür, dass das 5000 Kilometer lange Stromnetz intakt bleibt.

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Stuttgart - Die „Stuttgart Netze Betrieb GmbH“ ist das jüngste Dienstleistungsunternehmen in der Landeshauptstadt. Das Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Stuttgart GmbH und der Netze BW GmbH wurde erst zum Jahresanfang gegründet und hat mit dem Jahreswechsel den operativen Betrieb des Stuttgarter Stromnetzes übernommen. Bis dahin war die Netze BW der alleinige Netzbetreiber. Die Stadt hatte 2014 die Konzessionen für die Strom- und Gasnetze neu vergeben. Im Wettbewerb hatte sich das Kooperationsmodell der Stadtwerke Stuttgart und der Netze BW durchgesetzt.

Wer jetzt einen Anschluss für ein Bauprojekt in der Landeshauptstadt benötigt oder einen Leitungsausfall melden möchte, der findet im Gebäude Stöckachstraße 48 im Osten die richtigen Ansprechpartner.

Service für das 5000 Kilometer lange Stromnetz

Am Freitag haben die drei Geschäftsführer Arvid Blume, Klaus Brändle und Harald Hauser ihr Unternehmen vorgestellt. Für die Bürger zeige sich der Wechsel des Netzbetreibers vor allem bei der neuen Telefonnummer Störungshotline (siehe hinten).

Künftig erhalten die Haushalte auch neue Ablesekarten für die Zähler. Diese Blätter ziert ein blau-gelbes Logo mit diagonalen Balken, das für Vielfalt und Vernetzung steht. „Die Bürger können darauf vertrauen, das ihre neue Netzgesellschaft ihnen die gewohnte hohe Versorgungssicherheit bietet“, betont der kaufmännische Geschäftsführer Arvid Blume. Rund 200 von der EnBW übernommene Mitarbeiter garantierten, dass die 382 000 Haushalte in der Stadt zuverlässig über das 5000 Kilometer lange Stromnetz versorgt würden. Um dessen guten Zustand zu erhalten, warte man regelmäßig Netzstationen und Umspannwerke. „Die Versorgungssicherheit hat höchste Priorität“, sagt der technische Geschäftsführer Harald Hauser. Die Netzsteuerung erfolge in der zentralen EnBW-Leitstelle in Esslingen.

Vor dem Start habe man viel Arbeit in die Herauslösung des Stuttgarter Netzes aus den größeren Strukturen der Energie Baden Württemberg (EnBW) geleistet. „Wichtig war uns, dass bewährte Strukturen erhalten geblieben sind“, sagt Klaus Brändle, der für die Unternehmensentwicklung zuständige Geschäftsführer.

Das Netzentgelt ist in Stuttgart gesunken

Für die Stuttgarter Stromkunden bringt das neue städtische Netz einen finanziellen Vorteil. Wegen der hohen Anschlussdichte sei das Netznutzungsentgelt in der Landeshauptstadt im Vergleich zum dünner besiedelten Umland um knapp einen Cent je Kilowattstunde preiswerter. Von diesem Preisvorteil gebe man den größten Teil an die Verbraucher weiter, heißt es bei den Stuttgarter Stadtwerken. Alle Informationen zur Netzgesellschaft finden sich im Internet. Bei Störungen hilft die Hotline 0800 4804 409 weiter.




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