Stuttgart So lief der Flohmarkt der VfB-Spielerfrauen

Die Stimmung bei dem Mädchenflohmarkt der Spielerfrauen des VfB Stuttgart ist gelöst gewesen. Foto: Lg/Schmidt 8 Bilder
Die Stimmung bei dem Mädchenflohmarkt der Spielerfrauen des VfB Stuttgart ist gelöst gewesen. Foto: Lg/Schmidt

Die Verlobte des VfB-Keepers Ron-Robert Zieler hat sich bei einem Flohmarkt der Spielerfrauen von ihren goldfarbenen High Heels der Marke Armani getrennt. Aber für den guten Zweck haben die Frauen ihre besten Stücke gerne zur Verfügung gestellt.

Stuttgart - Kaum ein Durchkommen ist am Sonntag im VfB-Clubrestaurant gewesen. Links und rechts Behältnisse voller Bekleidung, in der Mitte nur eine Einpersonenspur für jene, die bereits ein Schnäppchen ergattert haben. „Ja, das ist offensichtlich eine Attraktion“, sagt Laura Terodde, „wir haben unsere Kleiderschränke ausgeräumt und uns für den guten Zweck von vielen schönen Sachen getrennt.“ Um ein paar Originale von Spielerfrauen zu ergattern, ist Alexandra Wertheim sogar aus Vaihingen/Enz zu dem Flohmarkt gekommen. „Das hat sich gelohnt“, sagt sie und zeigt „die schöne Ledertasche von Frau Ginczek“, die jetzt ihr gehört. Für ihren Mann hat sie für zehn Euro den Trainingsanzug eines Profis erstanden: „Und der sieht noch gut aus. Die tragen die Sachen ja nicht so lange“, glaubt sie und meint: „Für die guten Sachen könnte man eigentlich mehr verlangen.“

Anna trennt sich von ihren High Heels

Wie viele Teile bei diesem „Charity Mädchenflohmarkt“ zugunsten des Kinderhospizes im Angebot sind? „Wir haben nicht gezählt. Aber ich schätze, dass es deutlich über tausend Stück sind“, sagt Julia Negassa, Freundin von Timo Baumgartl. Sie selbst habe „so zehn bis 15 Teile“ beigesteuert: Schuhe, Pullis, Hosen, Kleider. Außerdem hat sie einen Nusskuchen fürs Buffet gebacken. Dazu hat Marta Kaminska „einen polnischen Apfelkuchen“ beigesteuert, wie sie erzählt. Anna, die Verlobte des VfB-Keepers Ron-Robert Zieler, hat sich sogar von goldfarbenen High Heels getrennt – Marke Armani. Zudem von „Lieblingsteilen“, darunter ein „Glitzer-Pulli, der schon weg ist“ und von Wintermänteln. Es seien „alles ganz normale Sachen“, fügt sie hinzu. „Denn wir sind normal und bodenständig.“

Nach dem Kassensturz wird aufgerundet

Sehr glücklich ist Sarah aus Kornwestheim, nachdem sie ein signiertes Original-Trikot vom VfB-Kapitän Christian Gentner herausgefischt hat: „Kostet hundert Euro, aber für den guten Zweck ist es mir das wert.“ Zum „Familien-Einkauf“ war nicht einmal die Anreise aus Bad Saulgau zu weit. Die 13-jährige Tochter hat eine modische Jeans gefunden: „Vom wem die ist, weiß ich nicht. Ist auch egal, Hauptsache original. Ich bin auch ein Fan von den VfB-Frauen“, sagt der Teenie. Die Schwestern Leah und Marina Seibold sind aus Fellbach gekommen. Die eine hat einen Jumpsuit von Verena Gentner, die andere eine Lederjacke von Wiebke Ginczek ergattert: „Nur zwei-, dreimal getragen“, sagt die Frau des VfB-Stürmers, die auch Tina Jongkind-Schweitzer aus Cannstatt glücklich gemacht hat: mit Sachen für die zehn Monate alte Tochter: „Die ist seit der Geburt VfB-Mitglied!“, sagt die Frau mit einem strahlenden Lachen. „Wir haben ja zwei kleine Kinder, die wachsen schnell aus den Sachen heraus“, sagt Ginczek, da habe sie gerne ausgeräumt. Nach zwei Stunden „sieht es schon sehr gut aus“, stellt Laura Terodde fest und ergänzt: „Aber Kassensturz machen wir am Montag. Und dann werden wir noch ein bisschen aufrunden.“




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