Erstes NWT-Bildungshaus in der Region in Göppingen eröffnet Kinder lernen spielend die Welt der Technik kennen

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Das erste NWT-Bildungshaus der Region steht in Göppingen. Die Hochschule Esslingen, Unternehmen und Stiftungen haben es aus der Taufe gehoben, um die Technikbegeisterung von Kindern und Schülern zu fördern.

Diese Eisenbahnanlage  hat die Firma Märklin dem neuen NWT- Bildungshaus spendiert, das die Hochschule Esslingen am Campus Göppingen für ein besseres technisches und naturwissenschaftliches Verständnis bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eingerichtet hat. Foto: Rudel/Hass
Diese Eisenbahnanlage hat die Firma Märklin dem neuen NWT- Bildungshaus spendiert, das die Hochschule Esslingen am Campus Göppingen für ein besseres technisches und naturwissenschaftliches Verständnis bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eingerichtet hat. Foto: Rudel/Hass

Göppingen - Waren bei der Eröffnung des nagelneuen NWT-Bildungshauses in der Vorderen Karlstraße die Erwachsenen noch ganz unter sich, werden von Dienstag an die ersten Kindergartenkinder dort zum Experimentiren vorbei kommen. Sie zählen genauso wie Jugendliche, Erzieher und Fachlehrer zur Zielgruppe der auf Naturwissenschaften und Technik ausgerichtete Bildungseinrichtung der Hochschule Esslingen am Campus Göppingen, deren Programme von Technolino bis zur Schüler-Ingenieurakademie hier weiter ausgebaut werden sollen.

Die technischen Erfahrungen fehlen

Vertreter aus Forschung und Lehre, der Wirtschaft, Politik und Verwaltung haben mit den Initiatoren, den Professoren Helmut von Eiff und Wolfgang Coenning auf das von den beiden Fakultäten Mechatronik und Elektrotechnik sowie Grundlagen getragene Bildungshaus angestoßen.

„Viele Schüler wissen nicht mehr, was ein Ingenieur ist und was er tut“ , klagte der Rektor der Hochschule, Christian Maercker, vor den Festgästen und der Göppinger Oberbürgermeister Guido Till sprach von fehlenden technischen Erfahrungen, weil kaum noch jemand selbst etwas repariere.

Technolino, Pfiffikus und andere werden hier ausgebaut

Maercker möchte die Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche wie Technolino für die Kleinsten, Pfiffikus für die Hochbegabten und viele andere mit dem zentral in Göppingen gelegenen Bildungshaus besser sichtbar machen und das Haus zur Schnittstelle zwischen Kindergarten, Schule und Campus ausbauen.

Nur für drei Jahre sicher finanziert

Der Rektor hofft, dass es auch nach dem Ablauf der dreijährigen Förderzeit eine Zukunft für das NWT-Bildungshaus geben wird, dessen Ausrichtung eine Signalwirkung für die Aufgaben der Hochschule in der Region habe. Immerhin sollen im Bildungshaus nicht nur neue Lehr- und Lernmethoden für Lehrende, Studenten und Erzieher wissenschaftlich von der Universität Tübingen begleitet werden, auch die überregionale Weiterbildung für naturwissenschaftliche Lehrer im Fach NWT am Campus Göppingen ist hier angesiedelt. Vom baden-württembergischen Forschungsministerium erhalte die Hochschule dafür zwar Rückendeckung, aber eine Anerkennung der überregionalen Weiterbildung von Seiten des Kultusministeriums stehe immer noch aus.

Sponsoren schießen pro Jahr 250 000 Euro zu

Realisiert werden konnte das landesweit vermutlich einzigartige Modell vor allem auch dank der Unterstützung von Sponsoren, die drei Jahre lang pro Jahr insgesamt 250 000 Euro zuschießen. Das Bildungshaus wird gefördert von der Stadt Göppingen, dem Industrieverband Südwestmetall sowie der Vector-, der Gips-Schüle-, der Karl-Schlecht – und der Jugendstiftung der Kreissparkasse Göppingen. Außerdem wurde das Bildungshaus von der Firma Märklin mit einer Eisenbahnanlage ausgestattet. Die Firma Lego zeichnete das Bildungshaus als Lego Innovation Studio aus, in dem von 2016 an Referenten im Umgang mit den Lego Education Baukästen geschult werden. Kooperieren wollen auch die IHK Bezirkskammer Göppingen und die Kreishandwerkerschaft.