Vier Niederlagen in Folge, ein angeschlagener Quarterback Randy Schroeder – Stuttgart Surge hat auf die Misere reagiert und vor dem Spiel bei den Leipzig Kings einen neuen Spielmacher verpflichtet.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)

Es hat kräftig rumort bei Stuttgart Surge nach der 0:33-Klatsche gegen die Tirol Raiders aus Innsbruck am Sonntag im Gazi-Stadion. Es war die vierte Niederlage in der Saison der European League of Football (ELF) in Serie. Am Montag machten sich Fans in den Social Media Luft über die blamable Vorstellung – und die Verantwortlichen um Cheftrainer Martin Hanselmann und Geschäftsführer Suni Musa steckten die Köpfe zusammen. Das Ergebnis: Der Club hat einen neuen Quarterback verpflichtet und verstärkt das Trainerteam mit einem Coach für die Offensive (Offense Coordinator). „Wir mussten reagieren, und wir haben reagiert“, sagte Musa, „unsere Situation macht diese personellen Konsequenzen nötig.“

Am Dienstag nahm Hanselmann zwei Spielmacher unter die Lupe, von denen einer verpflichtet wurde – die Entscheidung war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Für das Aus von Randy Schroeder (28) war nicht nur die Niederlagenserie ursächlich, der US-Spieler plagte sich mit einer Verletzung herum, die ihn auf dem Feld deutlich behinderte. Da in der ELF ein Gehaltslimit für Topspieler existiert, wurde sein Vertrag stillgelegt, um einen neuen Spielmacher verpflichten zu können. Zudem wird Hanselmann durch den neuen Offense Coordinator entlastet. Bisher erfüllte der 59-Jährige diese Aufgabe zu seinem Job als Chefcoach.