In einem Interview spricht der 2018 beim VfB entlassene Jugendtrainer und Ex-Profi Felix Luz über die damaligen Vorwürfe – und seine Probleme mit Thomas Hitzlsperger.

Stuttgart - Thomas Hitzlsperger wird beim VfB Stuttgart bald Geschichte sein, Felix Luz ist es schon etwas länger. Wobei der frühere Profi und VfB-Jugendtrainer ebenjenen Hitzlsperger, den Vorsitzenden der VfB-AG, verantwortlich macht. Unter dem damaligen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums wurde Luz 2018 entlassen. Er solle versucht haben, Jugendspieler zu einem Wechsel zur Berateragentur seines Freundes Kevin Kuranyi zu bewegen.

Jetzt hat sich der heute 40-Jährige gerechtfertigt. In einem Interview mit dem Magazin „11 Freunde“ erinnert sich der Ex-Profi (u.a. VfB II, St. Pauli, 1. FC Saarbrücken) an die Zeit damals. „Ich musste als Trainer gehen, weil ich ein paar Probleme mit Thomas Hitzlsperger hatte. Er glaubte, ich würde Spieler abwerben wollen, damit die bei Kevins Agentur unterschreiben“, erzählt der gebürtige Esslinger. Und ergänzt: „Was ziemlicher Quatsch war, weil die Spieler alle minderjährig waren und sie über ihre Berater gar nicht selbst entscheiden können, sondern nur ihre Eltern.“

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Nach angeblichen Beschwerden zahlreicher Eltern, so Hitzlsperger damals, wurde dem Individualcoach im Jugendbereich der Stuhl vor die Tür gesetzt. „Felix Luz hatte ein falsches Rollenverständnis, deshalb haben wir uns von ihm getrennt. Ich erwarte von den Trainern im Nachwuchsbereich, dass sie sich ausschließlich auf sportliche Themen konzentrieren.“

Der Fall sorgte einiges Aufsehen. Luz prüfte anwaltliche Schritte, bei Kuranyi war sogar von einem Hausverbot an der Mercedesstraße die Rede. Für Luz bedeutete es damals das vorläufige Ende seiner Trainerlaufbahn. Beim VfB hatte er damals gerade die A-Lizenz gemacht, nach der Freistellung aber keinen Job mehr bekommen. Weshalb er nun selbst in der Beraterszene tätig ist – in der Agentur von Kevin Kuranyi.