Einen Tag nach seinem Wechsel zu den Reds kam Wataru Endo gleich zu seinem ersten Einsatz in der Premier League – und musste dabei eine Menge laufen. Das sagte sein Trainer zur Leistung.

Sport: David Scheu (dsc)

Manchmal verlangt ein Spielverlauf ungeplante Maßnahmen. So wie am Samstag von Jürgen Klopp. Der Trainer des FC Liverpool stand nach dem Platzverweis gegen Alexis Mac Allister nach rund einer Stunde vor der Aufgabe, die 3:1-Führung gegen den AFC Bournemouth irgendwie ins Ziel zu bringen. So kam Wataru Endo in der 62. Minute ins Spiel, um die Defensive zu stabilisieren.

 

Dabei war der Ex-Kapitän des VfB Stuttgart erst am Tag zuvor von den Reds verpflichtet worden. „Ich glaube nicht, dass er die letzten beiden Nächte viel geschlafen hat“, sagte Klopp auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Er hat alles auf das Feld geworfen, was er hatte. Er hat das absolut in Ordnung gemacht.“

Insgesamt aber, so Klopp, sei Endos Einstand „fürchterlich“ gewesen. Nicht etwa wegen der Leistung des Japaners. Sondern aufgrund der undankbaren Rolle, in Unterzahl Löcher stopfen zu müssen. Viel mit dem Ball konnte der Japaner da nicht zeigen. „Er musste nach links und rechts rennen, der Puls war wahrscheinlich bei 240“, sagte Klopp.

Zudem sei der 30-Jährige noch kaum mit den Abläufen und dem Spielsystem in Liverpool vertraut gewesen. „Er kam hierher und hatte natürlich keinen Clou, was zu tun ist.“ Man habe am Morgen des Spiels kurz mit ihm durchgesprochen, wie seine Position im Elf gegen Elf aussehen würde. Das Unterzahl-Szenario sei logischerweise nicht Gegenstand des Gesprächs gewesen, so Klopp.

Immerhin endete der Nachmittag mit einem Erfolgserlebnis, Liverpool brachte das 3:1 über die Zeit. Weiter geht es für Endo und die Reds am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) bei Newcastle United.