Ex-Trainer der SG Sonnenhof Großaspach So geht’s Laki Sbonias beim 1. FC Köln

Für Trainer Evangelos Sbonias und seinen Assistenten Marcel Ivanusa (li.) läuft es in der Regionalliga mit der U21 des 1. FC Köln. Foto: imago/Funke Foto Services

Evangelos „Laki“ Sbonias trainierte erfolgreich Clubs wie den SGV Freiberg und die SG Sonnenhof Großaspach. Seit Sommer ist er für das Regionalligateam des 1. FC Köln zuständig, gemeinsam mit den Assistenten Marcel Ivanusa und Ebbo Trautner. Eine Zwischenbilanz.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Seine Entscheidung hatte nichts mit dem verpassten Sprung in die Regionalliga Südwest im vergangenen Juni zu tun: Bei Evangelos „Laki“ Sbonias war der Plan, eine neue Herausforderung anzunehmen, nicht erst nach den Aufstiegsspielen mit Oberliga-Vizemeister SG Sonnenhof Großaspach gegen die TuS Koblenz (1:2, 2:2) gereift.

 

Co-Trainer bei Werder II

Knapp fünf Monate später hat er sein Engagement als neuer Trainer des West-Regionalligisten 1. FC Köln keinesfalls bereut: „Ich bin wirklich rundum glücklich wie alles läuft“, sagt der gebürtige Bietigheimer, der bis auf die Saison 2017/18 (als Co-Trainer von Oliver Zapel bei Werder Bremen II) immer in Württemberg aktiv war: Als Coach beim FSV 08 Bissingen II (2007 bis 2009), beim FV Löchgau (2009 bis 2016), bei der TSG Backnang (von 2018 bis 2020), beim SGV Freiberg (2020 bis 2022) und bei der SG Sonnenhof Großaspach (2022/23).

Jetzt also Köln. Privat fühlt sich der Schwabe mit den griechischen Wurzeln gemeinsam mit seiner Ehefrau und dem dreijährigen Sohn (das zweite Kind kommt Ende des Jahres zur Welt) in der Metropole am Rhein sehr wohl. Mit seiner Mannschaft hat er nach dem 2:0 bei Rot-Weiß Oberhausen am vergangenen Samstag den zweiten Tabellenplatz verteidigt. Vor allem aber stimmt ihn die Perspektive hoffnungsfroh: „Ich sehe eine ständige Weiterentwicklung, es steckt viel Potenzial im Team. Wir hatten zuletzt sechs oder sieben Talente des Jahrgangs 2004 in der Anfangsformation stehen.“

Ebbo Trautner Torwarttrainer

Die aktuell schwierige Situation rund ums Bundesligateam (Platz 17) wirkt sich auf seine Arbeit nicht aus. „Das wird klar und sauber getrennt. Wir tauschen uns mit dem Profitrainerteam um Steffen Baumgart regelmäßig aus, die Türen stehen immer offen – unabhängig von der sportlichen Lage.“ Zu seinem eigenen Trainerteam gehören unter anderem Co-Trainer Marcel Ivanusa (von 2004 bis 2014 Spieler der Stuttgarter Kickers) und Torwart-Trainer Eberhard „Ebbo“ Trautner, von 1986 bis 2011 beim VfB Stuttgart als Keeper und Coach der Torhüter aktiv. Trautner Sohn Tobias gehört als zweiter Torwart zum Kader der U21 des 1. FC Köln.

Wie es sich für die höchste Ausbildungsmannschaft eigentlich auch zwingend gehört, verträgt sich Sbonias’ Idee von Fußball mit der des FC-Cheftrainers Baumgart. Wie genau? „Kurz gesagt: wie Arsch auf Eimer“, hat es Sbonias in einem Interview auf der FC-Vereinsseite salopp formuliert: „Unsere Gedanken sind deckungsgleich. Es geht immer um Intensität, um Aktivität, um Pressing, um Zweikämpfe – und darum, Bock auf all das zu haben. Diese Dinge sind nicht verhandelbar.“

Große Fan-Unterstützung

Sbonias passt mit seiner emotionalen und herzlichen Art gut zu Baumgart und auch optimal zu den offenen Menschen im Rheinland sowie den heißblütigen Fans der Geißböcke. Die Unterstützung durch die FC-Anhänger freut ihn ganz besonders: „Spielt die Profielf nicht parallel, ist die aktive Fan-Szene auch mal mit 200 bis 400 Leuten bei unseren Spielen am Start – auch auswärts“, sagt Sbonias, der sich bis 2026 vertraglich an den FC gebunden hat.

Ob es womöglich schon in dieser Saison zum Aufstieg reicht? „Wir wehren uns nicht gegen Erfolg und würden uns als Verein der dritten Liga nicht verschließen, aber die Hauptaufgabe ist es, die Talente an den Profifußball heranzuführen“, stellt Sbonias klar – und schiebt eine für ihn wichtige Erkenntnis hinterher: „Wenn man jeden Tag die Weiterentwicklung im Fokus hat, kommen in der Regel auch die Ergebnisse.“

Weiter Interesse an der Heimat

Apropos Ergebnisse. Nach den eigenen Spielen checkt er gemeinsam mit seinem Trainerteam meistens gleich die Resultate der Clubs aus der Heimat. Dass Sbonias, Ivanusa und Trautner nicht nur mit der U21 des 1. FC Köln oben dabei sind, sondern auch VfB, Stuttgarter Kickers, Freiberg und Großaspach eine gute Saison spielen, freut das Trio ganz nebenbei dann auch.

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