Fahrverbot in Stuttgart Für viele Diesel-Fahrer wird es ernst

Von unserer Redaktion 

Vom Beschluss des Landeskabinetts zur Luftreinhaltung in Stuttgart könnten von 2018 an in der Region bis zu 380.000 Diesel-Fahrer betroffen sein. Welche Fahrzeuge sind betroffen? Wie soll das Verbot umgesetzt und wie kann es kontrolliert werden?

Stuttgart - Die Appelle an die Autofahrer, freiwillig auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, haben kaum etwas genutzt. Zur Verbesserung der stark mit Schadstoffen belasteten Luft in Stuttgart wird es jetzt von 2018 an Fahrverbote für viele Diesel-Fahrzeuge geben, die nicht den modernsten Umweltstandard haben.

Hier gibt es die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.

 

 

1.  Was genau hat die grün-schwarze Landesregierung beschlossen?

Grundsätzlich hat das Landeskabinett am Dienstag den Kurs von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) gebilligt, die Verkehrsbeschränkungen zur Luftreinhaltung mit der neuen Blauen Plakette zu regeln. Damit würde man Diesel-Fahrzeugen mit der modernsten Umweltnorm (Euro 6) noch die Fahrt erlauben, Benzinern von der Euronorm 3 an aufwärts. 2020 soll das in ganz Stuttgart Realität werden, 2018 als Sofortmaßnahme im Stuttgarter Talkessel sowie in Teilen von Feuerbach und Zuffenhausen. Doch weil Bundesumweltminister Alexander Dobrindt (CSU) die Blaue Plakette blockiert, soll 2018 der Plan B greifen, über den jetzt alle reden: Im Talkessel sowie in Teilen von Feuerbach und Zuffenhausen sollen Diesel unterhalb von Euro 6 an Tagen mit Feinstaubalarm still stehen.

 

Sonderthemen