Feierabendkollektiv aus Stuttgart Viele Hände, ein Festival

Beim Festival Vive la vie präsentiert sich das Feierabendkollektiv – und fördert Singer/Songwriter-Musik. Am Samstag ist es wieder soweit. Die folgende Bilderstrecke zeigt das Line-Up. Foto: StZ 7 Bilder
Beim Festival Vive la vie präsentiert sich das Feierabendkollektiv – und fördert Singer/Songwriter-Musik. Am Samstag ist es wieder soweit. Die folgende Bilderstrecke zeigt das Line-Up. Foto: StZ

Feierabendkollektiv nennt sich ein Zusammenschluss von Stuttgarter Singer/Songwriter. Zusammen sind sie weniger allein – und können am Samstag bereits ihr drittes Festival veranstalten: Vive la vie.

Digital Unit: Jan Georg Plavec (jgp)
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Stuttgart - Als Singer/Songwriter kann das Leben manchmal schwer sein. Du bist ständig allein unterwegs, die Gitarre ist dein einziger Begleiter, und solo füllt man auch keine große Bühne. Wenn du dann noch findest, dass zu wenig Singer/Songwriter auf Stuttgarts Bühnen stehen – ist der einzige logische Schritt, sich zusammenzutun.

Feierabendkollektiv nennt sich eine Gruppe von sieben Musikern, die gemeinsam mehr erreichen wollen, als es allein möglich wäre. Gegründet wurde das Kollektiv von Max François und Micha Schlüter, seither haben sich fünf ein bisschen jüngere Singer/Songwriter ihnen angeschlossen. Tobias Dellit zum Beispiel: 23 Jahre alt, schöne kleine Lieder, für die ein kleiner Balkon über den Dächern von Stuttgart die beste Bühne ist. „Kollektiv heißt, dass wir eine lose Struktur haben. Wir sind kein Verein, haben keinen Träger – sondern einfach gute Freunde“, berichtet Dellit.

Ein Festival am Samstag

Dieser Freundeskreis stellt ziemlich viel auf die Beine. Unter anderem drei Konzertreihen – im Café Stella, in Annas Kaufladencafé und in wechselnden Locations „Tobis Teppich“. Am Samstag findet außerdem zum dritten Mal das Festival Vive la Vie statt, im Zirkuszelt auf dem Killesberg mit dem schönen Namen Eliszis Jahrmarktstheater. Vergangenes Jahr war die Veranstaltung ausverkauft, dieses Jahr dürfte man das wieder schaffen.

Bei Vive la Vie präsentiert das Feierabendkollektiv genau die Musik, für die es steht: handgemacht, mit akustischen Instrumenten, der Fokus auf die Musiker und die Geschichten, die sie erzählen. Angekündigt sind der Stuttgarter Christian Schüll, Café 612 aus Ludwigsburg und als Headliner Dominik Baer, außerdem natürlich in wechselnder Bühnenbesetzung die Musiker vom Feierabendkollektiv.

 

Countdown für unser Vive la vie! Festival 2015 läuft... Hier der Zeitplan des Festivals... Bald geht's los!!!

Posted by FeierabendKollektiv on Wednesday, April 22, 2015


Da stehen also nicht nur Solisten auf der Bühne, sondern Bands. Café 612 zum Beispiel „rocken immer“, verspricht Tobias Dellit. Bei Christian Schüll hingegen könne man zum Auftakt ruhig auch mal eine Dreiviertelstunde zuhören. „Ist ja ein Sitzkonzert.“ Zwischen den Konzerten bleibe aber Zeit, sich draußen vor dem Zelt mit Speisen und Getränken zu versorgen. „Eben ein bisschen Festivalstimmung“, sagt Dellit.

Keine Bürohengste

Die sieben Musiker vom Feierabendkollektiv und ihr Booker Benjamin Ulmer sind inzwischen erfahrene Konzertveranstalter. Schon beim zwischengenutzten Wilhelmspalais waren sie aktiv, vor allem erhöhen sie die Sichtbarkeit für ihre Musik und die von anderen Singer/Songwritern. Das war ja auch die Idee, die zur Gründung des Feierabendkollektivs führte: „Max und Micha, die Gründer, haben nach Möglichkeiten gesucht, diese Musik in Stuttgart zu spielen und zu hören. Und sie sollten nicht nach Hamburg oder Berlin abwandern, wo man dafür nur aus dem Bett fallen muss“, erklärt Tobias Dellit.

Doch es geht nicht nur ums Organisieren von Konzerten: Man hilft sich aus – mit Equipment, oder wenn mal einer krank wird. Man trifft sich zum gemeinsamen Proben und tritt gelegentlich gemeinsam auf. Und das alles nach Feierabend, wenn der richtige Job getan ist? Tobias Dellit lacht, denkt kurz nach: Nein nein, sagt er, „Feierabend“ spiele eher darauf an, dass man halt gern abends auf ein Konzert geht. „Wenn wir einen Job neben der Musik haben, dann eher Pädagoge als Bürohengst“.

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