Flugbegleiter-Streik In Stuttgart bleibt das große Chaos aus

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Streik bei der Lufthansa, doch der Flughafen Stuttgart kommt relativ glimpflich davon: 18 Starts und Landungen sollen ausfallen. Betroffen sind die Verbindungen nach Hamburg, Frankfurt und Berlin.

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Stuttgart (dpa/lsw) - Lufthansa-Passagiere am Stuttgarter Airport haben am Freitag Ausläufer des flächendeckenden Flugbegleiterstreiks zu spüren bekommen. Bis zum frühen Nachmittag fielen fünf Flüge aus, wie Flughafen-Sprecher Johannes Schumm sagte. 18 von geplanten 25 Starts und Landungen sollten im Laufe des Tages in der Landeshauptstadt gecancelt werden. Davon betroffen seien Verbindungen nach Hamburg, Frankfurt und Berlin-Tegel. Viele Fluggäste wichen auf Partner-Airlines oder die Bahn aus.

Ob ihr Flug geht oder nicht, erfahren Fluggäste auf der Homepage der Lufthansa. Wie Schumm mitteilte, seien für Samstag keine weiteren Ausfälle bekannt.

Die meisten Passagiere waren informiert

Mehrere Lufthansa-Flieger konnten indes am Freitag in Stuttgart abheben, weil laut einem Sprecher der Fluggesellschaft jene Flugbegleiter an Bord waren, die nicht ihre Arbeit niedergelegt hatten. Vom bundesweiten Ausnahmezustand war indes wenig zu spüren. Die meisten Passagiere seien gewappnet gewesen und hätten sich rechtzeitig über Ausweichmöglichkeiten informiert, sagte Schumm. Die Lage vor Ort schätzte er als ruhig ein: „Es bilden sich vor den Terminals keine Trauben und es gibt kaum Anrufe von Fluggästen“. Es herrsche ein Betrieb, wie an einem ganz üblichen Flugtag.

Der Streik erwischte daher in Stuttgart nur ein paar wenige Ahnungslose: Lediglich eine Handvoll ausländischer Touristen hätten am frühen Vormittag ratlos vor der großen Anzeigentafel gewartet, sagte eine Lufthansa-Mitarbeiterin. „Die haben wohl die deutsche Presse nicht verfolgt und nichts vom Streik mitbekommen.“

Bei der Bahn ist die Lage entspannt

Von einem gewöhnlichen Freitag sprach auch die Deutsche Bahn. Ein streikbedingtes erhöhtes Reiseaufkommen habe sich nirgendwo auf den Schienen im Südwesten abgezeichnet, sagte ein Konzernsprecher.

Auf dem Flughafen Friedrichshafen am Bodensee wirkte sich der Ausstand der Kabinengewerkschaft Ufo lediglich auf eine ankommende und eine abfliegende Maschine aus. Die Ufo will mehr Gehalt für das Bordpersonal. Die Gewerkschaft verlangt fünf Prozent mehr Lohn, das Ende der Leiharbeit und Schutz gegen die Auslagerung. Lufthansa bietet bei einer längeren Laufzeit 3,5 Prozent Lohnerhöhung, plant aber eine konzerninterne Billigtochter.

Diese Lufthansa-Flüge fallen aus

Der Flughafen Stuttgart informiert via Twitter




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