Franck-Areal in Ludwigsburg Stadt forciert Ansiedlung einer Diskothek

Teilflächen des Franck-Areals würden sich als Club eignen. Foto: Archiv (Werner Kuhnle

In das Ludwigsburger Franck-Areal soll ein Pop-up-Club einziehen. Bei der Kommune hat man schon einen möglichen Betreiber im Hinterkopf.

Im Franck-Areal am Ludwigsburger Bahnhof pulsierte einst das Leben, die Produktion von Zichorien-Kaffee lief auf Hochtouren. Lang, lang, ist’s her; inzwischen liegen weite Teile des Geländes brach. Daran wird sich so schnell nichts ändern. Ein Wettbewerb für Investoren-Architekten-Gespanne verlief für die Stadt ernüchternd, weil die Revitalisierungskonzepte der Interessenten zu weit von den Vorgaben entfernt waren. Also geht es zurück auf null, ehe ein neuer Anlauf unternommen wird. Was aber auch bedeutet: die derzeitige Zwischennutzungsphase mit Barbetrieb und Aktionen, Ateliers und anderem mehr wird bis 2027 verlängert. Und nach Möglichkeit soll das Angebot um einen Pop-up-Club ergänzt werden.

 

Damit rennt die Kommune bei Jugendlichen offene Türen ein, gibt es doch auf der Gemarkung beispielsweise keine Disco, in der man schon ab 16 Jahren feiern kann. Und die gute Nachricht ist: die Stadt scheint das Thema zu forcieren.

Chance für Experimente

Pressesprecher Peter Spear berichtet, dass sich die Kommune in der Vergangenheit bereits mit einem Interessenten ausgetauscht hatte. Dieser habe im „Gebäude 25“, das an die Bahnlinie angrenzt, einen Club etablieren wollen. Es handele sich um Räumlichkeiten, die früher als Lager genutzt worden seien und über keinerlei Infrastruktur verfügten. Genau darin liege aber auch „eine große Chance“, sagt Spear. Teilflächen könnten nun ertüchtigt und als Club mit experimentellem Charakter genutzt werden. „Angesichts der Planungssicherheit, dass vorerst keine Bauarbeiten auf dem Areal stattfinden werden, wird die Stadt daher die Gespräche mit dem möglichen Betreiber wieder aufnehmen“, sagt Spear.

Keine Angaben macht die Stadt dazu, wie der mögliche Betreiber für das Gebäude 25 heißt. Zum Betriebskonzept und zur Zeitschiene könne man sich aktuell auch noch nicht äußern. Fest steht aber für den Oberbürgermeister Matthias Knecht: „Wir wollen für unsere Jugend und das Ludwigsburger Nachtleben unbedingt einen Club.“ Darin sei man sich bei der Stadtverwaltung einig. Entsprechend war es übrigens auch eine Forderung der Kommune an die Architekten-Investoren-Gemeinschaften, in ihren Plänen ein solches Angebot zu berücksichtigen.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Ludwigsburg Club Disko