Frühlingsfest Stuttgart Dutzende Menschen klagen über Krankheitssymptome nach Festbesuch

Mehrere Besucher des Frühlingsfests leiden unter Krankheitssymptomen – die Ursache ist unklar. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

An den ersten Tagen des Frühlingsfests müssen die Lebensmittelkontrolleure eine Extra-Kontrolle machen: Besucher eines Zelts leiden unter Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Das Veterinäramt sucht fieberhaft nach der Ursache.

Lokales: Christine Bilger (ceb)

Beim Stuttgarter Ordnungsamt sind Dutzende Hinweise von Menschen eingegangen, die nach einem Festzeltbesuch* auf dem Frühlingsfest unter Übelkeit, Erbrechen und Durchfall leiden. Die Ursache ist noch nicht gefunden. Es wurden aber weitere Kontrollen vorgenommen. Unter den Betroffenen sind auch sieben Freundinnen und Freunde, die am Samstag auf das Fest gegangen sind und dort Bier tranken, die meisten aßen dazu Hähnchen. Von 19 Uhr bis Mitternacht feierten sie im Zelt. Am nächsten Tag sei es vorbei gewesen mit der Feierlaune, ein paar von ihnen wurden krank. Vier von ihnen litten unter Erbrechen und Durchfall. Drei der vier Erkrankten hatten das gleiche gegessen, die vierte hatte nichts gegessen.

 

Da sie einen Zusammenhang mit dem Besuch auf dem Wasen vermuteten, meldeten sie den Vorfall der Stadt. Sie vermuteten aufgrund der unterschiedlichen Essen eher einen Zusammenhang mit den Getränken – oder eine Ansteckung mit einem Krankheitserreger aus den Reihen der Mitarbeitenden oder anderen Besucherinnen und Besucher im Zelt.

Mehrere Dutzend Meldungen von Übelkeit nach Frühlingsfestbesuch

Die vier aus dem Freundeskreis sind nicht die einzigen, denen es nach dem Festzeltbesuch nicht gut ging. Es sind nach Informationen unserer Redaktion mehrere Dutzend Meldungen beim Ordnungsamt eingegangen. Die zuständige Abteilung habe sofort reagiert und zusätzliche Kontrollen veranlasst. „Wir nehmen die Meldungen sehr ernst“, sagt Sven Matis, der Pressesprecher der Stadt. Es bestehe noch kein konkreter Verdacht, wie und wo sich die Personen infiziert haben könnten.

Um welches Zelt es sich handelt, dazu macht die Stadt keine Angaben. Mitarbeitende des Gesundheitsamts und der Veterinärbehörde seien nach den Meldungen auf dem Festgelände gewesen und hätten Proben genommen. „Vor Ort wurden keine technischen Mängel festgestellt. Hygienische Mängel sind nicht offenkundig.“ Die Proben müssen nun noch ausgewertet werden.

Regelmäßige Kontrollen in den Zelten

Der Festwirt des Zeltes, nach dessen Besuch sich die Clique bei unserer Redaktion meldete, sagte, die Betriebe stünden während des Frühlingsfests „quasi unter Dauerkontrolle“ durch die Mitarbeitenden des für die Lebensmittelkontrolle zuständigen Veterinäramtes. Diese Kontrollen seien für ihn „üblich, und wir können gut damit leben“.. *Anmerkung der Redaktion vom 24. April 2024: Bei dem Festzelt handelt es sich um das Göckelesmaier-Zelt. Der Betreiber bestätigte am 24. April 2024, dass es zu Krankheitsfällen in dem Zelt gekommen sei. Betroffen seien aber nur Besucherinnen und Besucher, die am Samstag da waren. In den Tagen danach habe es bei Göckelesmaier keine Krankheitsfälle mehr gegeben, „auch nicht vom Personal“. Man arbeite eng mit den Behörden zusammen. Doch noch sei nicht klar, wo die Quelle für die Virusinfektion liege.

Weitere Themen