Genfer Autosalon Die Autobauer stellen sich breiter auf

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Auf dem Genfer Autosalon ist zu besichtigen, dass das Modellangebot immer breiter wird. Die Fahrzeugbauer erschließen neue Nischen und zeigen mit Studien, wie die Modelle von morgen aussehen könnten.

Der Genfer Autosalon ist eine der weltweit wichtigsten Messen der Branche. Foto: dpa 7 Bilder
Der Genfer Autosalon ist eine der weltweit wichtigsten Messen der Branche. Foto: dpa

Stuttgart - Porsche präsentiert in diesem Jahr auf dem Genfer Autosalon zwei grüne Autos, die unterschiedlicher nicht sein könnten: den giftgrünen 911 GT3 RS und die im übertragenen Sinne „grüne“ Konzeptstudie Mission E Cross Turismo. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller wagt damit einen schwierigen Spagat zwischen einem Klimasünder mit 520 PS, und einem Elektroauto, das wie eine Kreuzung aus Sport- und Geländewagen aussieht. Der Stromer ist verwandt mit dem Sportwagen Mission E und wird wohl in einigen Jahren ebenfalls in den neuen Fabrikhallen in Zuffenhausen produziert werden, die gerade gebaut werden.

Audi will mit dem neuen A6 den Wettbewerb anheizen

Porsches Spagat steht sinnbildlich für die immer größere Bandbreite des Modellangebots der Autobranche, das in den Genfer Messehallen zu besichtigen ist. Da gibt es die Neuauflage von Modellen wie dem Audi 6, mit dem die zuletzt etwas schwächelnde VW-Tochter den Rivalen in der oberen Mittelklasse, wie dem 5er von BMW und der E-Klasse von Mercedes-Benz, wieder stärker Konkurrenz machen will.

Die Autobauer erschließen neue Nischen

Zudem werden neue Nischen besetzt. So schickt Mercedes-Benz nach dem zweisitzigen Supersportwagen AMG GT nun das viertürige AMG GT Coupé der Affalterbacher Tuningtochter ins Rennen um gutbetuchte Kunden. Der Wettbewerber BMW wiederum erweitert die Modellpalette nach oben mit dem luxuriösen 8er Coupé, das auf dem Autosalon in einer seriennahen Version zu sehen ist. Zwar sind in Genf auch eine ganze Reihe neue Elektroautos zu sehen – oft handelt es sich aber um Studien oder Prototypen, die (noch) nicht zu kaufen sind. Und bei manchen exotischen Exponaten – wie dem Propellerauto Pop Up Next, das von Airbus, Audi und Italdesign entwickelt wurde, weiß man nicht, ob sie jemals beim Händler stehen werden – oder nur heiße Luft sind.