Das Institut will sein Eigenkapital stärken, um das Kreditwachstum weiter steigern zu können. Anteilseignern winkt eine Dividende.

Korrespondenten: Barbara Schäder (bsa)

Die Volksbank Stuttgart braucht frisches Eigenkapital. Genossenschaftsmitglieder und solche, die es noch werden wollen, dürfen daher künftig mehr Anteile zeichnen. Bislang waren pro Kopf maximal fünf Anteile zu je 50 Euro erlaubt, am Montag wird diese Grenze erhöht.

Wie viele Anteile ein Mitglied erwerben darf, hängt vom sogenannten Hausbankstatus ab. Dieser richtet sich bei der Volksbank nach der Intensität der Kundenbeziehung – je mehr Bankdienstleistungen ein Kontoinhaber nutzt, desto höher sein Hausbankstatus. Sogenannte „Klassik“-Kunden dürfen bis zu 25 Anteile zeichnen, „Aktiv“-Kunden maximal 50, für „Premium“-Kunden liegt die Obergrenze bei 75 Anteilen und für „Exklusiv“-Kunden bei 100 Anteilen.

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Geplant ist eine Dividende von zwei Prozent

Zwar liegt die Eigenkapitalquote der Volksbank über den Mindestanforderungen. Das Eigenkapital wächst aber nicht so schnell wie die Bilanzsumme. „Um den bisherigen Wachstumskurs fortzusetzen, brauchen wir mehr Eigenkapital“, erläuterte ein Sprecher. Die Anteilseigner erhalten einmal jährlich eine Dividende. Man plane mit einer Ausschüttung von zwei Prozent, erklärte der Sprecher. Für das zurückliegende Geschäftsjahr 2021 fließen drei Prozent je Anteil. Das ist ein Nachholeffekt, weil das genossenschaftliche Spitzeninstitut DZ Bank im ersten Coronajahr 2020 eine Ausschüttung an die Banken vor Ort zurückhielt.